Japanische Gesellschaft für Germanistik
 
オンライン状況
6 人のユーザが現在オンラインです。 (1 人のユーザが organisation を参照しています。)

登録ユーザ: 0
ゲスト: 6

もっと...
ログイン
ユーザ名:

パスワード:



パスワード紛失

トップ  >  ゼミナール  >  <第23回ドイツ語教授法ゼミナール>Wolfgang Imo教授講演会開催者募集のお知らせ

Wolfgang Imo教授講演会開催者募集のお知らせ


第23回ドイツ語教授法ゼミナール(2018年3月21日~24日)の開催にあたり,招待講師としてお迎えするWolfgang Imo教授(Universität Hamburg)が 日本各地(4カ所程度)で講演会ないしはワークショップを行います。つきましてはImo教授講演会の主催を希望される大学または支部学会は,下記の申し込み方法に従って,メールで日本独文学会ドイツ語教授法ゼミナール実行委員会宛にお申し込みください。
なお,開催日についてはドイツ語教授法ゼミナール実行委員会において調整の上,決定させていただきます。また,開催希望が多数の場合,最終決定は実行委員会にお任せ願います。

講演のテーマ: 2, 3, 4のテーマは英語での講演も可能です。

1.) Ja & nein
Zwei unscheinbare, scheinbar unspektakuläre Wörter: ja und nein. Man scheint zu wissen, welche Funktion sie haben, wie sie im Gespräch verwendet werden und was bei ihrem Gebrauch zu beachten ist. Doch, wie Pythagoras sagt: „Die kürzesten Wörter, nämlich ‚ja‘ und ‚nein‘, erfordern das meiste Nachdenken.“ Und so zeigt sich bei einer näheren Betrachtung eine schier unglaubliche Formen- und Funktionsvielfalt kleiner Wörter, die in dem Vortrag anhand von authentischem Datenmaterial vorgestellt werden soll. Dabei hat das Wort ja deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten, da es historisch Ausprägungen in verschiedene Wortarten erfahren hat (Antwortpartikel, Modalpartikel, Gesprächspartikel). Nein dagegen wurde offenbar für relativ unproblematisch gehalten, da es anscheinend ‚nur‘ als Antwortpartikel auftritt. Auf der Basis einer Analyse von (primär) gesprochener Sprache soll gezeigt werden, dass nicht nur ja, auch nein ‚schillernde‘ Wörter sind.

2.) Sprache und Migration in Deutschland (Language and migration in Germany)
Das Ruhrgebiet ist eine große Metropolregion im Nordwesten Deutschland mit ungefähr 5,3 Millionen Einwohnern und zugleich eines der Immigrationszentren Deutschlands. Mehrere Immigrationswellen führten zu der Entstehung von großen Gemeinschaften mit Migrationshintergrund, die sich im Ruhrgebiet zum Teil räumlich aufteilen: Der sogenannte ‚Sozialäquator‘ der Autobahn A 40 teilt große Städte wie Essen oder Dortmund in einen sozial schwachen und armen Norden und einen sozial prestigereichen Süden. Diese geographische Struktur schlägt sich auch in der Selbst- und Fremdpositionierung derjenigen nieder, die im Ruhrgebiet leben. Anhand authentischer Daten, die in einer Vorstudie zu einem geplanten Projekt zur Erforschung von Spracheinstellungen im Ruhrgebiet zusammen mit Evelyn Ziegler (Universität Duisburg-Essen) erhoben wurden, sollen sprachliche Positionierungen als ‚Ausländer‘, ‚Deutscher‘ oder ‚irgendwas dazwischen‘ untersucht werden.

3.) Vertrauensaufbau und Trösten als Aspekte einer ‚sprechenden Medizin‘ – eine Analyse von Arzt-Patienten-Gesprächen in der Onkologie (Trust and distrust in medical communication)
Arzt-Patienten-Gespräche, in denen es um schwerwiegende Krankheiten wie Krebs geht, stellen an Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten hohe kommunikative Anforderungen. So müssen auf der einen Seite institutionelle und themengebundene Aufgaben (Diagnosemitteilung, Therapieplanung) erledigt werden, auf der anderen Seite müssen aber auch die Emotionen der Patienten bearbeitet werden, Misstrauen abgebaut und Vertrauen in Diagnose und Therapievorschlag aufgebaut werden. In den letzten Jahren wird zunehmend der Wert der ‚sprechenden Medizin‘ erkannt, einer Medizin, in der das Interagieren von Arzt und Patient als therapeutisches Mittel selbst wahrgenommen wird. Wie genau Prozesse des Tröstens und Vertrauensaufbaus ablaufen, ist allerdings empirisch erst zum Teil erforscht. Anhand eines Korpus von 56 onkologischen Therapieplanungsgesprächen, aufgenommen am Städtischen Klinikum Karlsruhe, soll gezeigt werden, wie die ‚Trostarbeit‘, der Abbau von Mistrauen und der Aufbau von Vertrauen zwischen Ärzten und Patienten interaktional abläuft und welche sprachlichen Routinen dort zum Einsatz kommen.

4.) Diskursmarker: eine (neue?) grammatisch-pragmatische Kategorie(Discourse markers)
Der Begriff Diskursmarker setzt sich terminologisch immer stärker im deutschsprachigen Raum durch, wobei jedoch die sprachlichen Phänomene, die damit bezeichnet werden, sich oft deutlich unterscheiden. In manchen Ansätzen wird Diskursmarker als Sammelbegriff für Gesprächspartikeln und -floskeln verwendet, in anderen – in Anlehnung an die Definition von Gohl/Günthner Gohl/Günthner (1999: 59f.) – werden damit ausschließlich äußerungsinitial positionierte, projizierende kurze Wörter sowie verfestigte Phrasen bezeichnet, zu deren bekanntestem Vertreter weil und obwohl mit Verbzweistellung gehören („Wir müssen da vorne rechts abbiegen. Weil: Ich habe letzte Woche im Radio gehört, dass diese Woche die Straße gesperrt ist.“ oder „Ich möchte keinen Kuchen. Obwohl: Gib mir mal ein kleines Stück.“). Zu klären ist bei der Analyse von Diskursmarkern zudem, ob es sich um pragmatische oder im engeren Sinn auch grammatische Einheiten handelt, und im Deutschen noch weitgehend unerforscht ist der Bereich der historischen Diskursmarker. Mit aktuellen und historischen Daten aus gesprochener und geschriebener Sprache soll Licht in das Dunkel der Diskursmarker gebracht werden.

5.) Sprache und Medium: Von der medialen Bedingtheit des Sprachgebrauchs am Beispiel von Kurznachrichtenkommunikation
Dass mit Schrift interagiert wird, ist keine neue Erkenntnis. Schon immer wurde die Briefkommunikation als Dialog betrachtet, und schon immer waren technisch-soziale Rahmenbedingungen (wie die Entwicklung des Postwesens) Impulsgeber einer zunehmenden ‚Dialogisierung‘ schriftlicher Kommunikation. Eine neue Qualität erreichte das schriftliche Kommunizieren, als mit dem Internet ein quasi-synchroner Austausch möglich wurde. Neben der Quasi-Synchronizität hat die mobile Kurznachrichtenkommunikation weitere medial bedingte Besonderheiten, die erwarten lassen, dass Kurznachrichtenkommunikation immer stärker Züge der Interaktion annimmt. Diese Gegebenheiten führen dazu, dass neue Arten des Kommunizierens entstehen. Das Ziel des interaktionslinguistisch ausgerichteten Beitrags besteht darin, einige dieser neuen Wege zu beschreiben. Die Datenbasis bildet dabei die Mobile Communication Database (MoCoDa), die mobile Kurznachrichtenkommunikation (SMS, WhatsApp, Viber etc.) enthält.

6.) Sprache-in-Interaktion und DaF
(レジュメは後日掲載予定)

開催可能な期間: 2018年3月14日(水)- 20日(火)及び3月25日(日)- 29日(木)

開催費用の援助:教授講演会は、ドイツ学術交流会(DAAD)による研究者向け短期奨学金の一部として支援されていますが、基本的には日本独文学会により支援されています。講演会開催にあたり、謝礼は基本的に必要条件ではありません。

申し込み方法:次の項目を記入の上,ゼミナール実行委員会 daf2018-open_AT_jgg.jp (_AT_は@)宛にメールでお申し込みください。
1. 開催校名(開催団体名)
2. 講演会(またはワークショップ)責任者の氏名,連絡先(住所・日中連絡のつく電話番号・メールアドレス)
3. 希望する講演(またはワークショップ)のテーマ
4. 希望の日時(上記の日程のうち候補を2つ挙げてください)

申し込み・問い合わせ先:日本独文学会第23回ドイツ語教授法ゼミナール実行委員会
daf2018-open_AT_jgg.jp (_AT_ は @)

申し込み締切:2017年12月15日(木)

以上

第23回ドイツ語教授法ゼミナール実行委員会



プリンタ用画面
友達に伝える
Japanische Gesellschaft für Germanistik © 2005-2009