Japanische Gesellschaft für Germanistik
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投稿者 : ymuroi 投稿日時: 2010-09-03 01:00:00 (106 ヒット)

Karin Aguado教授講演会 開催者募集のお知らせ

2011年3月に葉山で開催される第16回ドイツ語教授法ゼミナール(3月18日~21日)への招待講師としてKarin Aguado教授(Universität Kassel)を迎えるにあたり,日本各地(4カ所程度)で講演会の開催者を募集します。Karin Aguado教授講演会の主催を希望される大学または支部学会は,下記の申し込み方法に従って,メールで日本独文学会教授法ゼミナール実行委員会宛にお申し込みください。

なお,開催日については教授法ゼミナール実行委員会において調整の上,決定させていただきます。また,開催希望が多数の場合,最終決定は実行委員会にお任せ願います。

講演テーマ:

1. Zur Rolle der Sprachlerneignung im gesteuerten L2-Erwerb

2. Language Learning Aptitude and Instructed Foreign Language Acquisition

3. Videographie als Methode der empirischen L2-Forschung

4. Using videography in empirical L2-Research

5. Evaluation mündlicher Leistungen im Fremdsprachenunterricht: Kriterien, Verfahren, Probleme

6. Assessing oral proficiency in the L2-classroom: criteria, methods, problems

7. Soziokulturelle Ansätze zur Erklärung lernersprachlicher Entwicklungen

8. Sociocultural approaches to explaining interlanguage development

9. Chunks als zentrale Bausteine im ungesteuerten und im ungesteuerten L2-Erwerb

10.Chunks as central components in the acquisition of foreign and second languages

開催可能な期間:2011年3月22日(火)- 4月1日(金)

開催費用の援助:宿泊費・交通費はドイツ学術交流会(DAAD)と日本独文学会が負担いたします。その他に講師に対する謝礼をご用意いただく必要はありません。

申し込み方法: 次の項目を記入の上,ゼミナール実行委員会daf2011-open_AT_jgg.jp (_AT_は@)宛にメールでお申し込みください。
① 開催校名(開催団体名)
② 講演会責任者の氏名,連絡先(住所・電話およびファックス番号・メールアドレス)
③ 希望する講演のテーマ
④ 希望の日時(3月22日から4月1日までのうち候補を2つ挙げてください)

申し込み・問い合わせ先:日本独文学会第16回教授法ゼミナール実行委員会
daf2011-open_AT_jgg.jp (_AT_ は @)

申し込み締切:2010年12月5日(日)




投稿者 : ymuroi 投稿日時: 2010-08-28 00:34:30 (366 ヒット)

国際ドイツ語オリンピックで日本代表堂々の1位

本年7月19日から8月1日にかけてハンブルクで行われた「国際ドイツ語オリンピック」にて、日本代表の清原さんが一位の栄冠に輝きました。関連記事をご覧ください:

ゲーテインスティトゥート東京のページ(日本語)
ドイツ連邦共和国外務省のページ(ドイツ語)


投稿者 : m_owari 投稿日時: 2010-08-27 10:04:41 (418 ヒット)

日本独文学会2010年秋季研究発表会プログラム:

  下の「添付ファイル」からダウンロードしてください(PDF形式)。


投稿者 : tstakeda9 投稿日時: 2010-08-18 13:44:25 (412 ヒット)

Prof. Karin Donhauser (Humboldt-Universität zu Berlin) の講演予定


日本独文学会第38回語学ゼミナール(38. Linguistenseminar)で訪日するフンボルト大学Karin Donhauser教授のゼミナール以外の講演予定をお知らせいたします。皆様の御来聴をお待ち申し上げております。なお御照会は,各講演の連絡先もしくは田中までお尋ねください。(メールアドレスの_AT_は@に書き換えて御使用ください。)


Vortrag 1
Sprachwandelprozesse im modernen Deutschen

日時:  9月3日(金) 16:00 ~ 18:30
場所:  関西学院大学・大阪梅田キャンパス(KG.ハブスクウェア)(1408教室)
http://www.kwansei.ac.jp/Contents_3566_0_10_0_18.html
主催:  阪神ドイツ文学会
連絡先: 山下 仁(yamasita_AT_lang.osaka-u.ac.jp

Vortrag 2 
Die Rolle der Informationsstruktur bei der Entwicklung der spezifischen Verbstellungsregularitäten des Deutschen

日時:  9月7日(火)16:00 ~18:30
場所:  東京大学総合文化研究科18号館コラボレーションルーム3
http://www.c.u-tokyo.ac.jp/access/index.html
主催:  東京大学大学院総合文化研究科言語情報科学専攻・日本独文学会
連絡先: 幸田 薫 (kaoru.koda_AT_nifty.ne.jp)


第38回語学ゼミナール実行委員会 田中 愼(shtanaka_AT_faculty.chiba-u.jp


投稿者 : bigpug55 投稿日時: 2010-07-26 10:01:17 (441 ヒット)

第53回ドイツ文化ゼミナール開催のご案内

ANKÜNDIGUNG DES 53. TATESHINA-SYMPOSIONS


標記ゼミナールをドイツ学術交流会(DAAD)との共催で下記の通り開催いたします。
発表・討議はドイツ語で行います。参加ご希望の方は2010年10月20日までに日本独文学会に葉書もしくはEメールでお申し込みください。
①葉書の場合:裏に「文化ゼミ参加希望」と朱書のうえ、氏名、現職、住所(漢字・ローマ字併記)、電話番号、メールアドレスをまとめて明記。
 宛先(〒170-0005 東京都豊島区南大塚3-34-6 南大塚エースビル501 日本独文学会)
②Eメールの場合:上記の項目を記載したメールを kulturseminar53[atmark]jgg.jpに送る。([atmark]は@)
 なお、参加は申し込み順に受け付けますが、最終的な選考は理事会にお任せください。



総合テーマ:Diskurse der Gewalt(詳細は以下のドイツ語による説明Änkündigung des 53. Tateshina-Symposionsをご覧ください。)
招待講師:イングリッド・ギルヒャー=ホルタイ教授(ビーレフェルト大学)
会期:2011年3月20日から26日まで
会場:長野県茅野市 アートランドホテル蓼科
参加費:50,000円
定員:45名程度
申込締切:2010年10月20日

研究発表希望: ドイツ語による30分程度の発表を希望される方は、題目と内容を簡単に説明する文書(A4、1枚、独文)を添えて後日、委員会にお申し出ください。発表者の決定は委員会に御一任願います。なお、学生・院生の方には旅費の補助があります。

Themenbeschreibung
Rahmenthema: Diskurse der Gewalt

Das Thema »Gewalt« ist heute in Literatur, Kunst und Medien nahezu omnipräsent. Es hat viele Wissenschaftsbereiche − von der Kulturanthropologie und Philosophie über die Soziologie und Ethnologie, die Kultur- und Politikwissenschaft bis hin zur Psychologie und Geschichtswissenschaft − zu Untersuchungen angeregt. Eine fächerübergreifende Definition des Begriffes liegt bislang nicht vor. Etymologisch leitet sich das Wort »Gewalt« von ahd. »waltan« her, dessen ie. Wurzel »val-« die Grundbedeutungen »stark sein, vermögen, herrschen, beherrschen, regieren« einschließt (vgl. Kluge). Hiervon ausgehend kann der Begriff sowohl positiv (gewaltige Wirkung, gewaltige Leistung) als auch neutral (Gewaltmonopol des Staates, Gewaltenteilung) und natürlich pejorativ (Gewalttat, Gewaltverbrechen) verwendet werden.
Folgt man der Begriffsgeschichte, hat Gewalt mehrere Dimensionen. Denn die deutsche Sprache unterscheidet im Gegensatz zur lateinischen, englischen und französischen Sprache nicht zwischen potestas und violentia, power/pouvoir und violence, so dass Gewalt einerseits staatliche Gewalt zur Aufrechterhaltung der staatlichen Ordnung, das Monopol staatlicher Gewaltsamkeit, und andererseits Gewalttaten, mithin privat oder politisch motivierte Gewalt, umschreibt, darunter auch Gewalt, die sich gegen das staatliche Gewaltmonopol richtet.
Gewalt als Handlungsform steht zudem, wie ebenfalls der Rekurs auf die Begriffsgeschichte zeigt, Gewalt als Strukturprinzip entgegen, mithin Gewalt als Bezeichnung von Gewaltverhältnissen. Es war Karl Marx, der den Gewaltbegriff weitete, indem er der politischen Gewalt des Staates die »materielle« oder »sachliche« Gewalt der gesellschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisse hinzufügte. An diese Gewaltdimension knüpften im 20. Jahrhundert Schriftsteller, Wissenschaftler und Politiker an. So trat 1973 mit dem Aufruf »Hunger ist auch Krieg« Willy Brandt als erster deutscher Bundeskanzler vor die Vereinten Nationen. Seine Worte, orientiert an Johann Galtungs Marx’ Definition aufgreifendem Begriff »strukturelle Gewalt« (vgl. Galtung: Strukturelle Gewalt, 1982), wirkten, wie Günter Grass konstatierte, »so überzeugend, daß ihm spontan Beifall entgegenschlug«.
Eine Ausdifferenzierung erfuhr das Konzept einer Gewalt, die in Strukturen – Eigentumsverhältnissen (Marx), ungleichen Machtverhältnissen (Galtung) – eingelagert ist, durch die Konstruktion des Konzepts einer »symbolischen Gewalt« (vgl. Bourdieu: Symbolische Gewalt und politische Kämpfe, 2001). Es bezeichnet eine Gewalt, die durch Sprache, Vorstellungen und Gesten ausgeübt wird sowie durch die Setzung und Durchsetzung von Prinzipen, welche die Wahrnehmung von Herrschaftsverhältnissen steuern und diesen dadurch Akzeptanz und Legitimität verleihen. Diese Gewalt ist symbolisch, »weil sie in der Sphäre der Bedeutung oder, genauer gesagt, des Sinns ausgeübt wird, den die Beherrschten der sozialen Welt und ihrem Platz in dieser Welt geben« (vgl. Gérard Mauger: Über symbolische Gewalt, 2005). Weit davon entfernt, lediglich eine ›geistige‹ Gewalt zu sein, hat die symbolische Gewalt reale Auswirkungen, objektiviert sie sich doch in der Inkorporierung von Herrschaftsverhältnissen in Form von Denk-, Wahrnehmungs- und Klassifikationsschemata.
Gewalt kann, last but not least, nicht nur menschlichen Handlungen zugeschrieben werden. So betrachtet das Christentum Gott als Ursprung aller Gewalt (der »gewaltige Gott«) und spricht man von »Naturgewalten«. In der Ästhetik wurde das Erhabene als alles Überragende und Gewaltige definiert (s. Kant, Schiller).
Hinsichtlich gewalttätiger Handlungen ist zwischen direkter physischer Gewalt und psychischer Gewalt zu unterscheiden, zwischen instrumenteller und expressiver, individueller und kollektiver Gewalt (z.B. im Faschismus) sowie zwischen Gewalt gegen Sachen und Gewalt gegen Personen. Heinrich Popitz (Phänomene der Macht. 2. Aufl. 1992) bezeichnete Gewalt als »eine Option menschlichen Handelns, die ständig präsent« sei, und Hans Magnus Enzensberger sprach in seinem Bürgerkriegs-Essay (1993) von der »Universalität der Gewalt«. Gewalt als Handlungsform und Strukturprinzip beruht auf Zwang. Gewalt ist die stärkste Form des Zwangs.
In unserem Seminar wollen wir dem Phänomen »Gewalt« vor allem anhand von Texten der deutschen Literatur nachgehen und es mit dem Begriffsumfeld »Autorität, Macht, Unterdrückung, Zwang, Aggression, Krieg« etc. verbinden. Hierfür kommen nicht nur moderne Schriften zur Gewalt wie z.B. von Walter Benjamin, Theodor W. Adorno oder Hannah Arendt in Frage, sondern auch literarische Werke aller Jahrhunderte. Für das Mittelalter wäre etwa an die Darstellung der Gewalt in epischen Texten wie dem Rolandslied oder ihre Funktion in Märtyrerlegenden zu denken, für den Barock an ihre Bedeutung in Dramen von Andreas Gryphius oder Daniel Caspar von Lohenstein, in späterer Zeit an die Dramen des Sturm und Drang (Lenz, Klinger, Wagner etc.), an die Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution und die deutsche nationale Bewegung, im 20. Jahrhundert an die literarische Aufarbeitung der beiden Weltkriege (z.B. im Expressionismus, bei Wolfgang Borchert etc.), an die Rolle der Gewalt in der Arbeiterbewegung (z.B. Ernst Toller, Bertolt Brecht), an Texte gegen die Gewaltverherrlichung des Faschismus und gegen den Stalinismus, an die Terrorismusdebatte der 70er Jahre (z.B. Heinrich Böll) oder an das Konzept der Gewaltlosigkeit in der Friedensbewegung.

Das Seminar gliedert sich voraussichtlich in folgende vier Tagesthemen:
1. Kriegs-, Revolutions- und Protestszenarien in der Literatur
(nicht nur Krieg im eigentlichen Sinne, sondern auch z.B. Krieg der Geschlechter, Krieg der Kulturen, Krieg der Bücher etc.)
2. Gewalt von und gegen Institutionen
(z.B. totalitäre Systeme, staatliche Institutionen, Medien etc.)
3. Gewalt in Religion, Familie und Erziehung
4. Ästhetik der Gewalt
(z.B. Gewaltdarstellungen in der Kunst, Ikonoklasmus, Gewalt als künstlerisches Ausdrucksmittel etc.)

Prof. Dr. Ingrid Gilcher-Holtey
ist Professorin für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld sowie assoziiertes Mitglied des Centre de Sociologie Européenne (CSE/EHESS, Paris). Sie ist ferner Mitglied des Beirats Germanistik des DAAD.

Auswahlbibliographie:
Das Mandat des Intellektuellen. Karl Kautsky und die Sozialdemokratie. Berlin (Siedler) 1985.
»Die Phantasie an die Macht«. Mai 68 in Frankreich. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 22001.
Die 68er Bewegung. Deutschland – Westeuropa, USA. München (Beck) 2001.
Was kann Literatur und wozu schreiben? Das Ende der Gruppe 47. In: Berliner Journal für Soziologie 14 (2004), S.207-229.
Eingreifendes Denken. Die Wirkungschancen von Intellektuellen. Weilerswist (Velbrück) 2007.
1968 – Eine Zeitreise. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 2008.
Politisches Theater nach 1968. Regie, Dramatik und Organisation. (Hrg. mit Dorothea Kraus u. Franziska Schößler) Frankfurt/M, New York (Campus) 2006.
Herausforderungen des staatlichen Gewaltmonopols. Recht und politisch motivierte Gewalt am Ende des 20. Jahrhunderts. Frankfurt a.M. (Campus) 2006.
Gewalt im politischen Raum. Fallanalysen von Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. (Hrsg. mit Neithard Bulst u. Heinz-Gerhard Haupt) Frankfurt/M, New York (Campus) 2008.

Organisationskomitee des 53. Tateshina-Symposions:
Katrin Dohlus, Takashi Kawashima, Arne Klawitter, Hiroko Masumoto (Komiteeleiterin), Shinji Miyata, Sho Saito, Rie Suga, Yoshikazu Takemine, Dieter Trauden, Yasuo Tsuda.


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