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ドイツ・ポーランド国境におけるコミュニケーション/Kommunikation an der deutsch-polnischen Grenze(G. C. Kimura)[J/D]

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語学関連コラム
  投稿日: 2013-5-23 0:03
木村護郎クリストフ/Goro Christoph Kimura (上智大学/Sophia-Universität)
(Deutsche Fassung unten)

Guten dzień! Möchcesz teebata?
― Tjak, gernie. Dankuję!

これはどういう言語と思われるでしょうか。答えは、ノヴァ・アメリカ語です。といっても、実態はドイツ語とポーランド語の混ぜあわせ。
Guten Tag! Möchtest du Tee? ― Ja, gerne. Danke! (ドイツ語)
Dzień dobry! Chcesz herbatę? ― Tak, chętnie. Dziękuję!(ポーランド語)

この二つの文を混ぜ合わせると冒頭の文のできあがりです。
それにしても、こんなことばを話している人たちはいるんだろうか。また、なんでドイツ語とポーランド語のかけあわせが「ノヴァ・アメリカ」になるのか。このような疑問をいだかれるにちがいありません。

昨年(2012年)夏から1年間、在外研究の機会をいただいてヴィアドリナ・ヨーロッパ大学の客員研究者としてドイツ・ポーランド国境のフランクフルト・アン・デア・オーダーに来ています。周知のとおり、ここは、1945年に「オーダー・ナイセ線」の設定によって突然できたという特異な経緯をもつ、言語の連続性や歴史的な国境バイリンガリズムがない国境地域です。ここで、2004年のEU東方拡大、2007年のシェンゲン協定域内化、そして2011年の人の移動の自由化を経て、ドイツ人とポーランド人の関係がどのように変容しているのかをコミュニケーションの観点から調査するのが今回の滞在の主な目的です。共通語としての英語が徐々に浸透するなか、リンガ・フランカ(だけ)ではなく相手の言語を学び使うことの意義がどのようにみいだされるのか。そしてどのように実践されるのか。現在の調査を導くこれらの問いは、複言語主義をうたうヨーロッパだけでなく、日本における異言語教育にも根底でつながると考えています。ここでは、言語が果たし得る役割を示唆する二つの例を、地域での芸術表現のなかから紹介したいとおもいます。

一つ目が上にあげた「ノヴァ・アメリカ語」です。この「言語」は、これまで二つの国に切り離されてきたオーダー・ナイセ川の両側をあわせて一つの地域としてとらえようという社会芸術プロジェクト「ノヴァ・アメリカ」の一環として創出されたものです。この一見なぞめいた名称は、かつて、プロイセンのフリードリヒⅡ世(「大王」)が、アメリカに移民するよりもここへ、とオーダー川流域を干拓して移住者を招いたことに由来します。干拓地には、HampshireやPennsylvania、Jamaikaといった名前の村々がつくられました。21世紀の「ノヴァ・アメリカ」プロジェクトは、こういった歴史を再解釈して新たな形で現在に移しかえる試みです。この命名は、人口減少が続く旧東ドイツの地域にあって、西に行くのではなくここにとどまろう、ここぞ新天地なり、と宣言しているようにみえます。「ノヴァ・アメリカ」は、経済、文化、教育などさまざまな国境をこえた活動のネットワーク化による地域の活性化をめざしています。

提唱者の芸術家ミヒャエル・クルツヴェリは、パフォーマンスで見事に「ノヴァ・アメリカ語」をあやつり、聴衆の笑いをさそいます。たわいもないことば遊びのようにみえますが、かつてドイツ人とポーランド人の混住地域で多分にみられた言語接触を一種の芸術として再生する「言語」の登場は、ナチス・ドイツのポーランド侵攻をへて、人口の大規模な強制移動をともなって両国民が分離させられたドイツ・ポーランド関係の現代史を思うと、感慨深いものがあります。クルツヴェリは、「ノヴァ・アメリカ語」のねらいを、言語の壁をユーモアでのりこえるとともに地域共通のアイデンティティをつくりだすことだとしています。

同様にドイツ・ポーランド間のコミュニケーションを芸術によって、しかし異なる形で表現したのが、地元フランクフルト出身のハインリヒ・フォン・クライストによる戯曲『シュロフェンシュタイン家』の、ドイツ語とポーランド語による二言語での上演でした(2012年10月;芸術監督 Petra Paschinger、演出 Johannes von Matuschka)。親戚関係にありながら敵対する両家の息子と娘が愛し合うという、いわばロメオとジュリエットのような話です。一方の一家はドイツ語、もう片方はポーランド語を話し、それぞれがドイツ人とポーランド人の俳優によって演じられ、上演の際は、両言語で字幕がつきました。子どもたちが悲劇的な最期をとげることによってはじめて和解に至る点などをみても、両家の関係はドイツ・ポーランド関係史と重なりあいます。

この劇で、二言語の使用は見事に演出の要素として組み込まれていました。敵対する親の世代は相手の言語が理解できないが、子どもの世代は互いの言語を解するという設定で、子どもたちはしばしば念をおすかのように相手の言語を使うこともみられました。両言語を話す仲介役(ベルリンで活躍するポーランド人俳優が熱演)が裏切り者とみなされて殺され、対話が成立しない親世代の間で誤解と敵対心がつもりつもっていくありさまが描かれていっただけに、最後に、かたくなな態度をとりつづけてきたドイツ側の親が和解を模索するなかで相手側の言語であるポーランド語をはじめて口にしたときには、観客からあっというどよめきがあがりました。

「ノヴァ・アメリカ語」のような混合言語も、『シュロフェンシュタイン家』で子ども世代がみせるような、それぞれが自分の言語を話して理解しあう受動的多言語使用も、決して当地で一般的な現象ではなく、現実には、「言語の壁」がしばしば越境交流・協力の最大の妨げとしてあげられます。しかしポーランド側の国境沿いにドイツ人客向けに設置されている市場や、ポーランド人学生を積極的に受け入れてきたヴィアドリナ大学では、ドイツ語とポーランド語の混合形態がみられ、このテーマで博士論文を書いている学生もいます(1)。また「ノヴァ・アメリカ」プロジェクトの会合では、ドイツ人ポーランド人それぞれが自分の言語や相手の言語で話して理解しあう様子が、部分的ながら実際にみられます。芸術によって先取りされた未来は、きわめて萌芽的にではあれ、すでにはじまっているようです。言語コミュニケーションのあり方を、関係を形作る要素の一つと考えれば、ドイツ・ポーランド国境地域における新しい関係が形成されつつあるといえるかもしれません。
 

「ノヴァ・アメリカ」の旗
ドイツとポーランドとヨーロッパの旗をかけあわせたもの。中心を流れているのがオーダー・ナイセ川。
Die Fahne von Nowa Amerika.
Sie führt die deutsche, polnische und europäische Flagge zusammen. In der Mitte fließt die Oder-Neiße, das Rückgrat der Region.


出典:http://www.nowamerika.net/


(Deutsche Version)

Guten dzień! Möchcesz teebata?
- Tjak, gernie. Dankuję!

Was ist das denn für eine Sprache, fragen Sie sich bestimmt. Die Antwort lautet: Nowoamerikanisch. Es soll eine „Synthese” der deutschen und polnischen Sprache sein. Der obige Satz ergibt sich aus der geschickten Mischung von den folgenden Sätzen beider Sprachen.

Guten Tag! Möchtest du Tee? – Ja, gerne. Danke! (Deutsch)
Dzień dobry! Chcesz herbatę? – Tak, chętnie. Dziękuję! (Polnisch)

Aber gibt es denn wirklich jemanden, der so spricht, und wieso heißt das „Nowoamerikanisch“?

Seit Sommer 2012 habe ich die Gelegenheit, für ein Jahr als Gastwissenschaftler an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder zu forschen. Bekanntlich ist die „Oder-Neiße-Grenze“ eine Grenze, die 1945 abrupt entstanden ist. Es gibt hier weder eine sprachliche Kontinuität noch eine historisch gewachsene Grenzland- Zweisprachigkeit. Mein Vorhaben hier ist, zu untersuchen, wie sich nach dem Beitritt Polens in die EU (2004) und der Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit (2011) die grenzüberschreitende Kommunikation in dieser oft als „schärfste Sprachgrenze Europas“ bezeichneten Region entwickelt. In meinem Projekt geht es vor allem darum, verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten nachzugehen und deren Funktion und Potential aufzuzeigen. Es ist spannend zu beobachten und mitzuerleben, wie die europäische Integration vor Ort vorgeht, und wie dabei versucht wird, die „Sprachbarriere“ zu überwinden. Hier möchte ich zwei Beispiele mit symbolischer, und vielleicht zukunftsweisender Bedeutung vorstellen, die das Thema der deutsch-polnischen Kommunikation auf künstlerischer Weise verarbeiten.

Das erste Beispiel ist das oben genannte Nowoamerikanisch. Diese „Sprache“ ist Teil eines Kunstprojekts, das sich zum Ziel gesetzt hat, das in zwei Staaten geteilte Gebiet östlich und westlich der Oder und Neiße als gemeinsame Region aufzufassen und dadurch eine neue Identität zu schaffen. Der Name des Projekts „Nowa Amerika“ kommt daher, dass Friedrich der Zweite von Preußen einst in dieser Gegend die Sumpf- und Moorlandschaft trockenlegen ließ, um neues Land zu gewinnen. Hier entstanden Dörfer, die z.T. recht exotische Namen trugen, wie Hampshire, Pennsylvania, Jamaika u.a. Statt nach Amerika auszuwandern, sollte man sich lieber hier niederlassen. Das „Nowa Amerika“- Projekt des 21. Jahrhunderts hat diese Geschichte aufgegriffen und reinterpretiert. Im heutigen Kontext kann die Botschaft dieser Namensgebung auch so verstanden werden: Wozu nach Westen (das heißt heute vor allem in die alten Bundesländer) auswandern, das verheißene Land ist doch hier! „Nowa Amerika“ möchte die verschiedenen Akteure und Tätigkeiten in dieser Region zu einem grenzübergreifenden Netzwerk zusammenführen.

Der Koordinator dieses Projektes, der Künstler Michael Kurzwelly, bringt bei Vorträgen und Führungen die Zuhörenden mit wunderbaren nowoamerikanischen Sätzen zum Schmunzeln. Das mag wie ein harmloses Sprachspiel klingen. Wenn man jedoch an die jüngste Geschichte denkt, in der Deutsche und Polen gewaltsam getrennt und „entmischt“ wurden, hat diese künstlerische Neuauflage des einst vorhandenen, intensiven deutsch-polnischen Sprachkontakts eine symbolische Bedeutung der Annäherung, diesmal im Rahmen der europäischen Integration. Durch eine radikale Sprachmischung stellt Nowoamerikanisch das sprachliche Reinheitsgebot des 19. und 20. Jahrhunderts in Frage und provoziert auf humorvolle Weise unsere immer noch stark nationalstaatlich geprägte Denkweise.

Ebenfalls auf künstlerische Art, aber in anderer Form wurde die deutsch-polnische Kommunikation durch die Aufführung des Theaterstücks von Heinrich von Kleist „Familie Schroffenstein“ thematisiert. Dieses Drama handelt von zwei verwandten, jedoch verfeindeten Familien. Erst nach einer Spirale von Misstrauen und Hass, die zum tragischen Tod der Kinder beider Familien führt, kommt es zur Versöhnung. Bei der Aufführung im hiesigen Kleist Forum (künstlerische Leiterin: Petra Paschinger, Regie: Johannes von Matuschka) im Oktober 2012 wurde die eine Familie von deutsch(sprechend)en, die andere von polnisch(sprechend)en Schauspielern gespielt. Die Handlung des Stückes wurde somit auch zu einer Reflektion über die deutsch-polnische Geschichte.

Der Gebrauch der zwei Sprachen war dabei ein integraler Bestandteil der Inszenierung: Während die Kinder, die sich gegenseitig lieb gewonnen hatten, die Sprache des Partners verstehen, ist der verfeindeten Elterngeneration beider Häuser die jeweils andere Sprache fremd, so dass sie außer Stande sind, sich zu verständigen. Die Ermordung des zweisprachigen Verwandten, der zwischen beiden Familien zu vermitteln versucht, passt auch angesichts des nationalistischen Misstrauens gegen „Doppelzüngler“ in den historischen Kontext. Dass am Ende der bis dahin äußerst erbittert aufgetretene Vater der deutschen Familie zum ersten Mal ein polnisches Wort über die Lippen bringt, hatte zur Wirkung, dass dadurch sein Versöhnungswille umso stärker gezeigt werden konnte.

Sprachmischungen wie „Nowoamerikanisch“ oder eine rezeptive Zweisprachigkeit, wie es die Kindergeneration bei „Familie Schroffenstein“ zeigte, bei der sie sich meist dadurch verständigen, dass jeder seine eigene Sprache spricht, sind keineswegs allgemein zu beobachtende Phänomene in der deutsch-polnischen Grenzregion. In der Regel wird Deutsch (oder Englisch) als gemeinsame Sprache benutzt oder man greift auf Sprachmittlende zurück.

Doch gibt es bereits intensive Kontakte, die auch zu gewissen Mischformen führten. So schreibt eine Doktorandin am Lehrstuhl, an dem ich aufgenommen bin (Prof. Konstanze Jungbluth), ihre Dissertation über sich entwickelnde Mischformen (1). Und bei Treffen der „Nowoamerikaner/innen“ kann man beobachten, dass die Kommunikation teilweise dadurch stattfindet, dass jeder seine Sprache spricht oder auch mal von der Sprache des Partners Gebrauch macht. Die Entwicklung solcher Kommunikationsformen, die beide Partnersprachen mit einbeziehen, könnte einen eigenen Beitrag für die Vertiefung der deutsch-polnischen Beziehungen in der Grenzregion leisten, der nicht durch den einseitigen Gebrauch der deutschen Sprache, einer anderen Lingua franca oder durch Sprachmittlende übernommen werden kann.

(1) Viadrinisch – eine Sprache mit eigener Grammatik?
http://www.goethe.de/ges/spa/siw/de9656249.htm

木村護郎クリストフ/Goro Christoph Kimura (上智大学/Sophia-Universität)
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