Japanische Gesellschaft für Germanistik
カテゴリ一覧
 
オンライン状況
7 人のユーザが現在オンラインです。 (3 人のユーザが コラム を参照しています。)

登録ユーザ: 0
ゲスト: 7

もっと...
ログイン
ユーザ名:

パスワード:



パスワード紛失

二度目のミュンヘンの言語学の夏 (S. Tanaka / Y.Fujinawa )[D]

カテゴリ : 
語学関連コラム
  投稿日: 2015-9-19 23:53
田中 愼(千葉大学)・藤縄 康弘(東京外国語大学)
Diesen Sommer fand im Rahmen der Munich International Summer University (MISU) die Linguistik-Sommerschule das zweite Mal statt. Anders als bei der ersten Lingusitik-Sommerschule im Jahre 2011, bei der wir uns auf einen deutsch-japanischen Kontrast konzentrierten, vergrößerten wir diesmal unser Arbeitsfeld und hatten nun die gesamte germanistische Linguistik im Visier. Das Teilnehmerfeld erweiterte sich dementsprechend: Germanistische LinguistInnen aus verschiedenen Ländern kamen zusammen, wenn auch die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmenden aus Japan war. Die Dozentengesichter spiegelten ebenfalls die Vielfalt der Sommerschule wider: Die 10 Dozenten der Sommerschule, die alle unentgeltlich ihre Freizeit der Lehrtätigkeit widmeten, kamen aus 8 Ländern (Deutschland (Prof. Leiss, Dr. Zeman), Italien (Prof. Bidese), Polen (Prof. Kotin), Japan (Prof. Tanaka, Prof. Fujinawa, Dr. Kurita), Thailand (Dr. Payawang), Taiwan (Dr. Jang) und Österreich und den Niederlanden (Prof. Abraham). Dies sollte eine überzeugende Demonstration dafür sein, dass die „germanistische“ Linguistik eine globale Disziplin ist.
In der Sommerschule hatten wir folgende drei Leitthemen: Sprachwandel, Modalität und Sprachtypologie. Auf dem ersten Blick scheinen die drei Themen nicht viel miteinander zu tun zu haben. Im Laufe der Sommerschule erwies es sich jedoch, dass sie eng miteinander verknüpft sind und somit in Diskussionen der einzelnen Themen immer wieder neu aufgegriffen wurden. Der allen Themen zugrunde liegende Grundtenor ist die Einsicht, dass die Sprache kein statisches, auf Reiz-Reaktions-Prinzip basierendes Muster, sondern ein leistungsfähiges organisches Gebilde ist, in dem bei oberflächlichen Unterschieden zahlreiche strukturelle sowie funktionale Invarianzen zu beobachten sind. Als Schlüsselbegriff stießen wir dabei immer wieder auf das Teil-Ganzes-Verhältnis, das Sprache und Welt sowohl paradigmatisch als auch syntagmatisch determiniert.

Die eingehenden, vielfältigen Diskussionen, die bei jedem Dozentenvortrag intensiv betrieben wurden, wurden durch die Vorträge der Teilnehmenden ergänzt, die ebenfalls zur Diskussion angregten. Teilnehmende, die keinen Vortrag hielten, stellten ihre Forschungsprojekte für ihre Magister- bzw. Doktorarbeit vor. Kurz: alle Beteiligten, Dozenten sowie Nachwuchswissenschaftler, trugen zum Erfolg der Sommerschule bei.

Im direkten Anschluss an die Sommerschule erfolgte ein deutsch-japanischer Workshop, an dem neben den Nachwuchswissenschaftlern „versierte“ Linguisten aus Japan teilnahmen. Eine derartige Arbeitstagung fand nach 2011 (München) und 2013 (Sapporo) zum dritten Mal statt. Auch hier wurden viele anregende, intensive Diskussionen geführt, die zum Teil die Diskussionen der Sommerschule weiter fortführten und ergänzten.

Die günstige Gelegenheit zum Zusammenkommen der GermanistInnen in West und Ost wäre ohne wissenschaftliche Förderungen durch japanische sowie deutsche Organisationen nicht zustande gekommen. Unter anderem möchten wir uns bei der LMU München, die uns im Rahmen der MISU das Veranstalten der Sommerschule ermöglichte, und der Gushinkai-Stiftung, durch deren Förderung die japanischen NachwuchswissenschaftlerInnen ihre Reise nach Deutschland finanzieren konnten, bedanken.

Wie bereits erwähnt wäre der Erfolg der Sommerschule bzw. des Workshops ohne Mitwirkung aller Beteiligten nicht möglich gewesen. Ihnen möchten wir für ihren Einsatz herzlich danken. Aus Platzgründen verzichten wir darauf, alle namentlich zu nennen. Jedoch möchten wir zwei Personen unseren besonderen Dank aussprechen: Frau Prof. Elisabeth Leiss und Herrn Prof. Werner Abraham. Sie haben uns nicht nur die wichtigsten Ergebnisse aus ihren langjährigen Forschungen präsentiert, sondern auch gezeigt, wie man damit wissenschaftlich rigoros und zugleich verständnisvoll umgehen sollte. Diese Einstellung zur Wissenschaft ist wohl das Wertvollste, das wir diesen Sommer in München lernten.

(日本語説明)
今夏,第二回となる言語学夏期コースがミュンヘン大学のサマーユニバーシティ(MISU)の一環として開催されました。2011年の第一回では「日独対照」がテーマとなりましたが,今回は日独の枠組みを超え,「ゲルマン語言語学」の国際サマーコースという位置づけで行いました。それに従って本コースでは,「言語変化」「モダリティ」「言語類型論」という3つのテーマについて,総計8ヶ国から10名の講師陣を揃え,国際的な言語研究の場となりました。コース内では,講師の講演の他,若手研究者からなるコース参加者も自らの発表,研究紹介を行うなど,すべての参加者がなんらかの形でコースの成功に大きな貢献をしました。参加者には多少きつかったかもしれませんが,2週間にわたりドイツ語で言語学について集中的な議論の場を持つことができる稀有な機会となったと思います。

また,本サマーコースに続く形で2日間にわたり,日本からのドイツ語言語学研究者を交え,日独対照に重点を置いた言語学ワークショップが開催されました。サマーコースでの議論を引き継ぎながら,新しい視点も加え,これも非常に充実したものとなったと思います。

本サマーコースの開催は,関係者全員の大きな貢献により初めて可能になったものでした。とりわけ,ミュンヘン大学や公益財団法人倶進会の研究助成は大きな支えになったと思います。この場をお借りしてあらためて感謝の意を表したいと思います。

本コースの屋台骨となったライス教授,アブラハム教授からは,長年の研究成果についての講演だけでなく,さまざまな議論の場を通し言語研究における姿勢というべきものを学ぶことができました。今後,それをどう生かすかは我々に与えられた課題だと思います。

田中 愼(千葉大学)・藤縄 康弘(東京外国語大学)
  • 閲覧 (2846)
Japanische Gesellschaft für Germanistik © 2005-2009