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第19回ドイツ語教授法ゼミナールについて/Kolumne zum 19. DaF-Seminar in Hayama(N. Jahn)[J/D]

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語学関連コラム
  投稿日: 2014-4-21 15:30
ネンシ・ヤーン (麗澤大学非常勤講師)/Nancy Jahn (Reitaku Universität)
 2014年3月15日から19日まで、神奈川県葉山町で第19回ドイツ語教授法ゼミナールが開催されました。今回のテーマは「Gespräche führen – Didaktik des Sprechens」です。招待講師としてREINKE Kerstin教授(Leipzig大学のHerder-Institut)がドイツから招かれました。Reinke教授の研究の重点は音声学、つまり音や音素、イントネーション、リズムを中心とする研究、そして修辞学、発話音声学(Sprechwissenschaft)、つまり文や発話というマクロレベルの研究、と多様です。そのため、ドイツ語教授法ゼミナールで「ドイツ語会話」というテーマも多方面から扱われました。
 参加者は40人近くでした。その背景は多様でした。北海道、松山、神戸など各地域から来られた方、研究分野から見れば音声学者、文学者から、日本学者まで多様でした。私は日本学者の一人でした。
 以前の第17回、第18回ドイツ語教授法ゼミナールにアシスタントとして参加したことがあったので、おおまかな流れや参加者の何人かは知っていました。しかし、日本独文学会の会員としてすべての発表とワークショップに参加したのは初めてだったので、ゼミナールを新たな立場から体験することができました。大学院生の時には日本学から日本におけるドイツ語教育史について研究しましたが、今日のドイツ語教育をめぐる問題や研究方法についてはまだあまり知りません。ドイツ語教授法ゼミナールは私にとって、現在のドイツ語教育を知るための非常に重要な入り口であり、二つの面で大変役に立ちました。一つは、Reinke教授の発表とワークショップ、そして2日目と3日目の参加者の発表のおかげでドイツ語会話の特徴や問題点についてたくさん知ることができたことです。その知識でこれからの授業をもっと工夫できると思います。もう一つは、休憩中にゆっくりとReinke教授や一人一人の参加者と話すことができたことです。ゼミナールのテーマをより深める機会を得たり、少し違うテーマについて話すこともできました。例えばいろいろな教科書の使い方、その利点と欠点はどこにあるのか、モティベーションの低い興味のあまりない学習者をどのようにもっと関心を持たせて勉強させられるのか、学習者の想像力や個々の意見を活かせる授業はどのようにしたら行えるのかなどについてお話できました。

 最初の日にはReinke教授は「Sprechen」と「Rhetorik」という広い概念を紹介して、その多様な面について説明してくださいました。つまり、言語学の用語として利用されている「Rhetorik」の定義を紹介してから、コミュニケーションモデル、文化の影響、異文化コミュニケーションの難しさ、そして練習の例を紹介しました。それに続き、参加者はグループで日本人のドイツ語発話の問題とその練習の方法についてディスカッションしました。
 二日目のテーマは一日目の続きとして、発音や発話の練習を中心としました。ワークショップではまず教科書の発音練習を分析し、その後、参加者自ら発音の練習を作成しました。教科書の分析では、最近出版されている教科書の中でも発音の練習の割合が相当異なっていることが明らかになりました。しかも、多様な発音練習を提供している教科書は実は少数でした。その上、世界中で使われている教科書では、日本語のコンテキストでは使いにくい練習やグラフもあったので、教師が説明しないと少し分かりにくいという問題もでてきました。まさにそのため、自分で練習を作るという次のワークショップの課題は、教科書の弱点をどのように埋められるかを知るために非常に重要だったと思います。
 三日目には会話能力の評価方法に関する発表の後、学習者の口述試験の成績付けへのアプローチの仕方と重点の置き方をめぐるディスカッションがありました。私はまだ1年しかドイツ語を教えていないので、このテーマは以前の評価方法を反省し、改善するのに非常に助かりました。他の先生方は自分の学生をどのように評価し、会話能力のどのアスペクトを重視、または軽視するのかを聞くのが興味深かったです。その上、様々な状況(例えば学習者が初級か中級レベルか、先生との会話か学生同士の2人以上の会話かなど)によって異なるアプローチについて話し合いました。
 最後の日には、Reinke教授は発音や会話ゲームの価値や使い方について発表し、いくつかの例も紹介してくださいました。Bingo、連鎖ゲームなど、多くのゲームは準備しやすく学習者にも分かりやすいです。私は去年の授業にもゲームを使って、クラスの雰囲気をリラックスさせながら語彙の暗記や使用を促そうとしたのですが頻度はそれほど多くなかったので、これからはやはりもっとたくさんのゲームを授業で使いたいと思います。

 第19回ドイツ語教授法ゼミナールでは絶えず前向きで優しい雰囲気がありました。私はおそらく全員の中で一番若かったと思いますが、その未熟さにも関わらず快く仲間に入れていただき、質問や意見をとても慎重に受け取っていただきました。皆さんに対して心から感謝しております。
 また、日本の参加者の方々、そして若い先生方のドイツ語能力の高さに感動しました。私も大学と大学院で日本語を勉強して、今でも時折日本語のみのイベントに参加しているので、長時間にわたって外国語で専門的な発表やディスカッションに集中し、自分の立場を決めて議論に参加するのがいかに難しいのか理解できます。ドイツ語教授法ゼミナールで参加者のドイツ語能力の高さを目の当たりにし、私もドイツ語講師だけでなく、日本語の学習者としても頑張り続け、日本語能力をもっと磨きたいと改めて決心しました。



Kolumne zum 19. DaF-Seminar in Hayama

Vom 15.-18.3.2014 fand das 19. DaF-Seminar der JGG in Hayama, Präfektur Kanagawa, zum Thema „Gespräche führen – Didaktik des Sprechens“ statt. Für die Durchführung dieses Seminars ist Frau Prof. Dr. Kerstin Reinke, Professorin am Herder-Institut der Universität Leipzig, aus Deutschland angereist. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Phonetik, in der einzelne Laute und Phoneme, aber auch Intonation und Rhythmus, im Zentrum stehen, der Rhetorik sowie der Sprechwissenschaft, d.h. der übergeordneten Ebene von Sätzen und ganzen Gesprächen. Entsprechend vielseitig waren daher auch die Blickwinkel, unter denen das Sprechen(lernen) der deutschen Sprache vorgestellt und bearbeitet wurden.
Mit fast 40 Teilnehmern war das Seminar sehr gut besucht. Die Teilnehmer kamen aus ganz verschiedenen Teilen Japans, darunter auch Hokkaido, Matsuyama oder Kobe. Auch die Forschungsschwerpunkte waren sehr verschieden: von Linguisten über Literaturwissenschaftler bis hin zu Japanologen – zu denen auch ich mich zähle.

In den vergangenen Jahren habe ich als Assistentin am 17. und 18. DaF-Seminar teilgenommen, daher kannte ich den allgemeinen Ablauf und einige der Teilnehmer bereits. Allerdings war es das erste Mal, dass ich als gleichwertiges Mitglied von Anfang bis Ende an allen Veranstaltungen teilnehmen konnte, weshalb das 19. DaF-Seminar auch eine neue Erfahrung für mich war. Während des Studiums hatte ich mich aus der Perspektive der Japanologie heraus mit der Geschichte des Deutschlernens in Japan beschäftigt. Mit aktuellen Fragen und Forschungsansätzen konnte ich mich kaum beschäftigen. Deshalb ist das DaF-Seminar für mich ein wichtiger Zugang zum Arbeits- und Forschungsgebiet Deutsch als Fremdsprache. Dabei hat mir das DaF-Seminar in zweierlei Hinsicht geholfen: Durch die Vorträge und Workshops sowie die Teilnehmervorträge am 2. und 3. Veranstaltungstag konnte ich viel über die Besonderheiten des Sprechens lernen und habe viele Anregungen für meine zukünftige Unterrichtsgestaltung und Übungsmaterialien bekommen. In Gesprächen mit den einzelnen Teilnehmern oder Prof. Reinke habe ich verschiedene Gedanken aus den Veranstaltungen weiterführen und vertiefen oder auch über ganz andere Bereiche der Deutschlehrens sprechen können: Verschiedene Lehrbücher und deren Vor- und Nachteile, Möglichkeiten zur Motivation schwächerer oder weniger interessierter Lerner, Anregungen zur gemeinsamen Unterrichtsgestaltung von Lehrern und Studierenden und vieles mehr.

Der erste Tag begann mit einem allgemeinen Einstieg in das Thema „Sprechen“. Prof. Reinke stellte in ihrem ersten Vortrag das Gebiet der Rhetorik in seinen verschiedenen Dimensionen vor, also von einer Begriffsdefinition von „Rhetorik“ im Rahmen der Linguistik über die wichtigsten Kommunikationsmodelle, der Einfluss von Kultur auf Sprache sowie die Schwierigkeiten bei interkultureller Kommunikation mit passenden Übungsbeispielen. Im Anschluss daran haben die Teilnehmer in Gruppen darüber diskutiert, welche Probleme japanische Deutschlerner beim Sprechen haben und wie diese Aspekte geübt werden können.
Der zweite Tag knüpfte thematisch direkt an den ersten an und drehte sich um die Ausspracheschulung. In den Workshops an diesem Tag wurden zuerst Lehrbücher dahingehend analysiert, welche Übungen zur Ausspracheschulung enthalten sind, anschließend haben die Teilnehmer in ihren Gruppen selbst Übungen konzipiert. Die Analyse der Lehrbücher hat eindrucksvoll gezeigt, wie unterschiedlich viel Bedeutung der Ausspracheschulung selbst aktuellen Lehrwerken beigemessen wird. Lehrbücher, die vielseitige Übungen für unterschiedliche Ausspracheprobleme anbieten, waren sogar eher die Ausnahme. Dabei wurde auch das Problem deutlich, dass international ausgerichtete Lehrbücher oft zusätzlicher Erklärungen durch den Lehrer bedürfen, damit Übungen und Grafiken für den japanischen Kontext eindeutig sind. Gerade deshalb empfand ich die anschließende Aufgabe, Übungen selbst zu konzipieren, sehr wichtig, um konkrete Anregungen zu bekommen, wie solche Defizite in Lehrwerken ausgeglichen werden können.
Am dritten Tag ging es um die Beurteilung der Gesprächsfähigkeit mit anschließender Diskussion über Herangehensweisen und Schwerpunktsetzung bei der Bewertung mündlicher Leistungen von Deutschlernenden. Weil ich erst seit einem Jahr als Deutschlehrerin arbeite, hat mir diese Erfahrung sehr geholfen, meine bisherige Herangehensweise an das Beurteilen mündlicher Leistungen vergleichen und verbessern zu können. Es war sehr interessant zu hören, wie andere Lehrer die Gesprächsfähigkeit ihrer Studenten beurteilen und welchen Aspekten des Sprechens sie mehr oder weniger Bedeutung beimessen. Außerdem wurden verschiedene Herangehensweisen an unterschiedliche Situationen besprochen, z.B. unterschiedliche Kriterien bei der Beurteilung von Anfängern und fortgeschrittenen Lernern oder welche Schwierigkeiten bei Prüfungen zu zweit oder in Gruppen zwischen Studenten bestehen und wie diese berücksichtigt werden können.
Am vierten und letzten Tag hat Prof. Reinke einen Vortrag über den Mehrwert und die Anwendungsmöglichkeiten von Aussprachespielen gehalten und dabei verschiedene Spiele vorgestellt. Viele dieser Spiele, z.B. Bingo oder Kettenspiele, lassen sich leicht vorbereiten und sind für die Lerner leicht verständlich. Im letzten Jahr habe ich bereits hin und wieder Spiele in meinen Unterricht eingebaut, um die Atmosphäre im Klassenzimmer ein wenig aufzulockern und das Memorieren von Wörtern und Wendungen zu fördern, aber im kommenden Studienjahr möchte ich versuchen, diese Form des Lernens und Übens noch intensiver zu nutzen.

Auf dem DaF-Seminar herrschte durchgehend eine sehr positive, zuvorkommende Atmosphäre. Obwohl ich wahrscheinlich von allen Teilnehmern am jüngsten war, fühlte ich mich sehr integriert und ernst genommen. Ich war auch sehr beeindruckt darüber, wie hoch die Deutschkenntnisse der japanischen Teilnehmer, selbst der jüngeren, waren. Da ich selbst im Studium Japanisch gelernt habe und auch jetzt gelegentlich an rein japanischen Veranstaltungen teilnehme, kann ich gut nachvollziehen, wie schwierig es ist, sich über einen längeren Zeitraum auf Fachvorträge und -diskussionen zu konzentrieren, gleichzeitig seine eigene Stellungnahme zu formulieren und einzubringen. Diese Leistung hat erneut den Wunsch in mir geweckt, nicht nur eine gute Deutschlehrerin zu werden, sondern auch Japanischlerner zu bleiben und meine Fähigkeiten in der Fremdsprache weiter zu verbessern.

ネンシ・ヤーン(麗澤大学非常勤講師)/Nancy Jahn (Reitaku Universität)



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