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Japanische Gesellschaft für Germanistik





Programmentwurf
der
Asiatischen Germanistentagung
in
Fukuoka 1999




Schwellenüberschreitungen







An der Kyushu Sangyo University

Sa. 21. - Di. 24. August 1999






  1. Vorbemerkung zur Tagung
  2. Anläßlich der letztjährigen asiatischen Germanistentagung im August 1997 in Seoul verständigten sich die Vertreter der chinesischen, japanischen und koreanischen Gesellschaft für Germanistik darauf, auch in Zukunft dieses internationale wissenschaftliche Treffen prinzipiell in einem 3 Jahre Rhythmus wechselweise in Korea, Japan und China zu veranstalten. Wir erkannten, daß die Tagung mit ihrer fast zehnjährigen Vorgeschichte in ihrer Bedeutung und Wirkung außerordentlich wichtig und fruchtbringend ist. Die erstmals von öffentlichen Institutionen vor Ort, nämlich von der Koreanischen Gesellschaft für Germanistik organisierte asiatische Germanistentagung in Seoul war ein im höchsten Maß zukunftsträchtiges Unternehmen, perfekt gestaltet und in einer besonders guten kollegialen Stimmung durchgeführt.

    Die Japanische Gesellschaft für Germanistik nimmt ihre Aufgabe ebenso ernst und sieht es als eine große Ehre an, dieses Mal in Fukuoka, das sich selbst als "eine Stadt in Asien" versteht, nach dem Vorbild der KGG die folgende Germanistentagung veranstalten zu dürfen. Da die IVG-Tagung in Wien im Jahre 2000 stattfinden wird, haben wir uns entschlossen, unsere Tagung ein Jahr früher, also noch in diesem Jahrhundert durchzuführen.

    Neben den koreanischen, chinesischen und japanischen Germanisten laden wir Wissenschaftler aus anderen asiatischen Ländern als Teilnehmer ein. Wir dürfen aber auch Gäste aus Australien, Deutschland, Österreich und der Schweiz begrüßen. Für die großzügige Unterstützung des DAAD, der DFG, des Goethe-Instituts und der Botschaften von Österreich und der Schweiz möchten wir uns nachdrücklich bedanken.


  3. Planung für die asiatische Germanistentagung, Fukuoka

    1. Generalthema: Schwellenüberschreitungen

    2. Tagungsdauer: Sa. 21. - Di. 24. August 1999

    3. Tagungsort: Kyushu Sangyo University, Fukuoka

    4. Teilnehmerzahl und Teilnehmerkreis:
      Ca. 150 Germanisten, 4 Schriftsteller
      (100 aus Japan, 30 aus Süd-Korea, 10 aus China, 15-20 aus anderen Ländern)

    5. Zahl der Vorträge:
      1 Eröffnungsvortrag, 4 Plenarvorträge (Schriftsteller)
      und 72 Sektionsvorträge (je 40 Minuten)

    6. Gäste:
      • Autoren: Furui Yoshikichi (Tokyo),Wolfgang Hilbig (Berlin), Raoul Schrott (Innsbruck), N.N.(Schweiz)
      • Literaturwissenschaft: Klaus Hammer (TU Dresden), Inge Stephan (HU Berlin), Tony Stephens (Uni. Melbourne) Herbert Uerlings (Uni. Trier)
      • Sprachwissenschaft: Sascha Felix (Uni. Passau)
      • Sprachlehrforschung: Albert Raasch (Uni. Saarbrücken)

    7. Anmeldung
      Die Anmeldung soll zusammen mit dem eventuellen Vortragstitel und der Angabe der Sektion bis Ende Oktober 1998 ans Organisationskomitee der asiatischen Germanistentagung bei der japanischen Gesellschaft für Germanistik geschickt werden.
      Die Adresse lautet:

      c/o Ikubundo Verlag
      Bunkyo-ku Hongo 5-30-21, 113-0033 Tokyo / Japan.

      Die chinesischen und koreanischen Kollegen bitten wir, sich nicht direkt an uns, sondern an die zuständige Stelle der jeweiligen Gesellschaft für Germanistik zu wenden.

    8. Themenbeschreibung:
      Wir haben "Schwellenüberschreitungen" als Thema für die Asiatische Germanistentagung 1999 gewählt, weil wir eben auf der Schwelle zum nächsten Jahrtausend stehen und grenzübergreifende Globalisierungsprozesse und ihre kommunikativen Konsequenzen unsere Welt gerade heute in ein komplexes Netzwerk zu verwandeln scheinen. Die internationalen Turbulenzen, die das letzte Jahrzehnt mit sich gebracht hat, führten uns vor Augen, daß Erneuerungen auch innerhalb des Bildungs- und Forschungssystems notwendig sind. In den eigenen Forschungs- und Tätigkeitsbereichen fordern sie dazu auf, Nischen- und Spezialisierungsdenken hinter sich zu lassen und hin und wieder Schwellen zu überschreiten. Aber nicht nur diese Gründe sprechen für das gewählte Thema. Bild und Metapher der Schwelle können in der Literaturwissenschaft, in der Linguistik und in der Sprachlehrforschung auf spezifische Weise heuristisch wie deskriptiv fruchtbar gemacht werden.

      Vor diesem Hintergrund stellen sich zum Beispiel Fragen nach Universalismus und Regionalismus in der Produktion und Rezeption von Literatur: Ist es wünschenswert, einen globalen Diskurs im Hinblick auf literaturwissenschaftliche Theoriebildung zu betreiben? Oder ist der Vielfalt einer Regionalisierung von Zugangsweisen zu Literatur und Literaturtheorie der Vorzug zu geben?

      Um Schwellenüberschreitungen anderer Art geht es in der literaturwissenschaftlichen Genderforschung. Sie setzt sich mit Grenzziehungen zwischen den Geschlechtern und der Infragestellung dieser Grenzen auseinander. Ein ganzes Spektrum von Fragen eröffnet sich hier: Wie z. B. nach dem Zusammenhang von ethnischer Identität, sozialer Schicht und Geschlecht oder nach der Rolle des Körpers im Geschlechterdiskurs?

      Das Motiv der Schwelle und ihrer Überschreitung kommt auch in literarischen Konfigurationen von Zeitwenden und Epochenumbrüchen zum Tragen, im Rückgriff auf Mythen oder in der Thematisierung von Initiationen. In den Kontext der zeitlichen Schwelle gehören außerdem Debatten um Kanonbildungen und Phänomene literarischer Ungleichzeitigkeiten wie z.B. das zeitverschobene Aufgreifen der Romantik in Asien.

      Grenzsetzungen und -verschiebungen bestimmen den interkulturellen Raum, in dem Literatur, etwa in Form von Übersetzungen, über sprachliche Grenzen hinweg rezipiert und vermittelt wird. Aber auch das Verhältnis des Mediums Literatur zu anderen Künsten, wie Theater, Film, Musik oder Malerei läßt sich unter dem Aspekt der Schwellenüberschreitung diskutieren.

      In der Linguistik können nicht nur Konzepte kontrastiver Sprachwissenschaft, die Problematik zweisprachiger Wörterbücher oder die Sprachtypologieforschung erörtert werden, sondern auch Fragestellungen wie die nach dem Verhältnis von Kognition und Sprache oder der Komplex von Sprachgeschichte und Sprachwandel im Rahmen der Konstitution und Transgression von Schwellen.

      Grenzen, Schwellen und ihre Überwindung stehen im Mittelpunkt der Sprachlehrforschung, die sich in Theorie und Praxis mit der Vermittlung kultureller und sprachlicher Differenzen beschäftigt. Gerade hier gewinnt die Alternative Universalismus versus Regionalismus Relevanz, da heute in einer sich wandelnden Zeit verstärkt nach Möglichkeiten und Bedeutungen interkulturellen Lernens, nach der Förderung kulturübergreifender Sprach-Handlungskompetenz und nicht zuletzt nach Kulturreflektiertheit gefragt wird.

      Um diese Herausforderungen als Chance wahrzunehmen und sie am Leitfaden theoretischer Reflexion konkret in die Praxis umzusetzen, kann das Tagungsthema "Schwellenüberschreitungen" als Stimulus und Signal aufgegriffen werden.

      Diese breiten Problemkreise sollten in den folgenden 6 Sektionen differenziert erörtert werden. Wir haben unten für jede Sektion Stichwörter angegeben, die allerdings nur als provisorische Vorschläge zu verstehen sind, um den Teilnehmern die Orientierung zu erleichtern. Wir bitten alle Teilnehmer, mit eigenen Beiträgen die Sektionsdiskussion zu vertiefen.

    9. Sektionsthemen
      1. Universalismus und Regionalismus - Deutsche Literatur und außereuropäische Kulturen
        • Kulturverständnis (Herder, Cassirer)
        • Weltliteratur (Goethe)
        • Kleine Literatur (Kafka)
        • Alte Welt - Neue Welt (Kleist, Johnson, H. Fichte)
        • Orientalismus, Japonismus, Chinoiserie
        • Eigene Sprache und fremde Sprache - Zur Entstehung deutscher Literatursprachen
        • Klassische Antike, christliches Abendland und Moderne (Weimarer Klassik, Romantik, Thomas Mann)
      2. Genderprobleme
        • Gender als Kategorie der Literaturwissenschaft
        • Textualität und Intertextualität von Gender
        • Genderkonstellation in Epochen - vom Mittelalter bis zur Gegenwart
        • Verflechtungen von ethnischer Identität, sozialer Schicht und Gender
        • Hetero- und Homosexualitätsproblematik in der Literatur
        • Auflösung und Refiguration der Geschlechteridentität
        • Gendertheorie und Feminismus
        • Die Rolle des Körpers in der Gender-Debatte
        • Erinnerung und Gedächtnis in der Gender-Debatte
      3. Zeitliche Schwellen
        • Mythos und Geschichte
        • Utopie
        • Initiation
        • Jahrhundertwenden
        • Jahrtausendwende
        • Neue Kanonbildung
        • Kontinuität statt Schwellenüberschreitungen
        • Deutsche Romantik und romantische Bewegungen in Asien
      4. Grenzziehungen und Grenzverschiebungen in Literatur und Literaturwissenschaft
        • Einheit oder Vielfalt der deutschen Literatur
        • Gegenseitige Rezeptionen der Literatur zwischen Ost und West (Gesichtspunkte aus der vergleichenden Literaturwissenschaft)
        • Übersetzungsproblematik
        • Literatur und andere Künste (Theater, Oper, Film, Musik, Malerei usw.)
        • Exilliteratur
        • Literatur in der DDR
        • Literatur der Migranten
        • Konzepte von Wissenschaft und Literatur in Ost und West
      5. Forschungen zur deutschen Sprache in Asien
        • Deutsch im zweisprachigen Wörterbuch
        • Deutsch in der kontrastiven Linguistik
        • Deutsch in der Sprachtypologieforschung
        • Universalität und Verschiedenheiten der Sprache
        • Kognition der Sprachen
        • Gesellschaft und Sprache
        • Text und Corpus in der Sprachforschung
        • Sprachwandel und Sprachgeschichte
      6. Schwellenüberschreitungen in der Sprachlehrforschung und -praxis
        • Interdisziplinarität der Forschungsansätze
        • Linguistische Grundlagen des Sprachlernens
        • Gedächtnisforschung und didaktisch-methodische Folgerungen
        • Lernprozeßsteuerung & Autonomes Lernen
        • Neue Informations- und Kommunikationstechnologien für DaF
        • Entwicklungen in der Landeskunde-Diskussion
        • Deutsch als Literatur- und Kultursprache und Deutsch als Fachsprache für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
        • Universale und soziokulturelle Aspekte der Lehrerausbildung
        • Die Rolle von Deutsch in Asien im Zeitalter der Mehrsprachigkeit - Möglichkeiten zur Kooperation mit anderen Fremdsprachen



  4. Ablauf des Programms
    • 21. August (Samstag) (Anreisetag)
      • Nachmittag (ab 15.00) (im Plenum):
        • Begrüßungsansprachen
        • Einleitender Vortrag
        • 2. Plenarvortrag (Schriftsteller)
        • 3. Plenarvortrag (Schriftsteller)
        • anschließend Eröffnungsparty

    • 22. August (Sonntag)
      • Vormittag (9.30-12.30):
        • 1. Sektionssitzungen (je 3 Vorträge)
      • Nachmittag (14.30-17.30):
        • 2. Sektionssitzungen (je 3 Vorträge)

    • 23. August (Montag)
      • Vormittag (9.30-12.30):
        • 3. Sektionssitzungen (je 3 Vorträge)
      • Nachmittag:
        • Zur freien Verfügung

    • 24. August (Dienstag)
      • Vormittag (9.30-12.30):
        • 4. Sektionssitzungen (je 3 Vorträge)
      • Nachmittag (14.30-17.30) (im Plenum):
        • 4. Plenarvortrag (Schriftsteller)
        • 5. Plenarvortrag (Schriftsteller)
        • Schlußwort
      • Abend:
        • Schlußfeier


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