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2007 年8月6日

第50回ドイツ文化ゼミナール開催のお知らせ 
 
ANKÜNDIGUNG DES 50. TATESHINA-SYMPOSIONS

 標記ゼミナールをドイツ学術交流会(DAAD)との共催で下記の通り開催いたします。
 今回は1959年に第一回の文化ゼミナールが開始されてから50回目のゼミナールになります。発表・討議はドイツ語で行います。参加ご希望の方は,9月30日までに日本独文学会に葉書もしくはEメールでお申し込みください。

 ①葉書の場合:裏に「文化ゼミ参加希望」と朱書のうえ,氏名,現職,住所(漢字・ ローマ字併記),電話番号,メールアドレスをまとめて明記。
   宛先(〒170-0005東京都豊島区南大塚3-34-6 南大塚エースビル501 日本独文学会)
 ②Eメールの場合:上記の項目を記載したメールをkulturseminar2@jgg.jpに送る。

 なお、参加は申し込み順に受付けますが,最終的な選考は理事会にお任せください。

In Zusammenarbeit mit dem DAAD wird das 50. Tateshina-Symposion zum unten genannten Thema veranstaltet.
Für die Anmeldung per Post verwenden Sie bitte eine Postkarte, auf der Sie rot den Betreff “Bunka-Seminar” vermerken; nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihre Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie Ihre berufliche Position und senden die Karte an:
Japanische Gesellschaft für Germanistik, Minami-otsuka 3-34-6-501, 170-0005 Tokyo
Anmeldung per E-Mail ist ebenfalls möglich. Senden Sie dabei bitte die entsprechenden Informationen an: kulturseminar2@jgg.jp
Anmeldeschluss: 30. September 2007
Überschreitet die Zahl der Interessenten unsere Aufnahmekapazität, fällt der Vorstand unter Berücksichtigung des Eingangstermins der Anmeldung die endgültige Entscheidung über die Teilnahme.

◇ 総合テーマ  Rahmenthema: 
          Die Inszenierbarkeit der Welt (Themenbeschreibung s. folg. S.)
◇ 個別テーマ Tagesthemen (Änderungen vorbehalten): 
           1) Inszenierte Erinnerung – die Inszenierung des Fremden und des Eigenen
 
          2) Mediale Realität – durch Medien vermittelte oder geschaffene Realität
 
          3) Motion / Emotion; Beweggründe von Inszenierung im „Psycho-Drama“
 
          4) Körper auf der Bühne – Körper als Bühne
◇ 招待講師 Gastdozentin: 
          Prof. Dr. Gabriele Brandstetter (Freie Universität Berlin) 
◇ 期間 Tagungszeitraum: 23. März (So.)-29. März (Sa.) 2008
◇ 会場 Tagungsort: 
           長野県茅野市 アートランドホテル蓼科
           Artland Hotel Tateshina, Chino-shi, Nagano-ken
◇ 参加費 Teilnahmegebühr: voraussichtlich 50,000 Yen.
◇ 定員 Teilnehmerzahl: 45 Personen
◇ 申込締切 Anmeldeschluss: 30. September 2007

研究発表希望: ドイツ語による30分程度の発表を希望される方は,題目と内容を簡単に説明する文書(A4,1枚、独文)を添えて後日, 委員会にお申し出ください。発表者の決定は委員会に御一任願います。なお,学生・院生の方には旅費の補助があります。

日本独文学会・文化ゼミナール


Ankündigung des 50. Tateshina-Symposions

In Zusammenarbeit mit dem DAAD wird das 50. Tateshina-Symposion zum unten genannten Thema veranstaltet.

Für die Anmeldung per Post verwenden Sie bitte eine Postkarte, auf der Sie rot den Betreff “Bunka-Seminar” vermerken; nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihre Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie Ihre berufliche Position und senden die Karte an:

Japanische Gesellschaft für Germanistik, Minami-otsuka 3-34-6-501, 170-0005 Tokyo

Anmeldung per E-Mail ist ebenfalls möglich. Senden Sie dabei bitte die entsprechenden Informationen an: kulturseminar2@jgg.jp

-Tagungszeitraum: 23. März (So.)-29. März (Sa.) 2008
-Tagungsort:
          Artland Hotel Tateshina, Chino-shi, Nagano-ken
-Teilnahmegebühr: voraussichtlich 50.000 Yen.
          (Es gibt Ermäßigung für Studierende)
-Teilnehmerzahl: 45 Personen
-Anmeldeschluss: 30. September 2007
Überschreitet die Zahl der Interessenten unsere Aufnahmekapazität, fällt der Vorstand unter Berücksichtigung des Eingangstermins der Anmeldung die endgültige Entscheidung über die Teilnahme.

Rahmenthema:
          Die Inszenierbarkeit der Welt
Tagesthemen
           1) Inszenierte Erinnerung – die Inszenierung des Fremden und des Eigenen
           2) Mediale Realität – durch Medien vermittelte oder geschaffene Realität
           3) Motion / Emotion; Beweggründe von Inszenierung im „Psycho-Drama“
           4) Körper auf der Bühne – Körper als Bühne
Gastdozentin
          Prof. Dr. Gabriele Brandstetter (Freie Universität Berlin)

Themenbeschreibung
          Ob auf dem großen oder auf dem kleinen Welttheater, jedem kommt es zuweilen so vor, als stände er auf einer Bühne. Wir setzen uns in der Welt als agierende Spieler in Szene oder werden in Szene gesetzt, etwas mehr oder weniger Relevantes ereignet sich, wird zelebriert und zeremoniell vor- bzw. aufgeführt. Nach dieser weltweit verbreiteten Vorstellung ist jeder ein Akteur oder eine Aktrice, deren Rollen nicht selten bereits vorgeschrieben und verteilt sind. Die in Europa schon in der Antike entstandene Metaphorik des Welttheaters fand und findet in zahlreichen Varianten immer neuen Ausdruck; sie reicht von dem seit der Barockzeit bekannten Topos des theatrum mundi, für das Gott ein Szenario schreibt und als Regisseur die Inszenierung leitet (siehe z.B. Calderón, Shakespeare, Hofmannsthal), bis hin zum säkularisierten theatrum vitae humanae.
         „Inszenierung“ kann aber mehr bedeuten als nur die theatralische Präsentation auf einer Bühne. Sie ist vor allem ein intentionaler, effektbewusster Akt des Präsentierens im allgemeinen. Laut der soziologischen Performance- und Kommunikationstheorie von E. Goffman spielt der Mensch beständig eine seiner verschiedenen sozialen Rollen. Somit gehört Inszenierung zum universalen Grundbestand menschlicher Kommunikation. Der Anthropologe V. Turner untersuchte die theatralische Komponente des menschlichen Handelns und maß seinen Darstellungsweisen (Symbolgebrauch, Affekt, Non-Verbalismus, Gestik, Mimik, Maske, Requisiten usw.) säkularisierte Merkmale des Rituellen bei. Zu fragen wäre, inwieweit auch die künstlerische Darstellung heute noch solche Funktionen übernimmt, oder ob die Kunst nur noch ein sinnentleertes Ritual ist.
         Mit dem Begriff „Inszenierung“ wird zugleich das gewandelte Verhältnis von Wirklichkeit und Fiktion in unserer heutigen Medienkultur fundamental in Frage gestellt. Zu Recht hat man unsere Mediengesellschaft als Inszenierungsgesellschaft bezeichnet, in der wir uns der Vorstellung nur schwer entziehen können, dass alle Ereignisse medial inszeniert und manipuliert werden. Inszenierung im Sinne von frame up wird hinter allen Ereignissen, politischen wie alltäglichen, vermutet und manchmal als spektakuläres Manöver entlarvt. Dabei bezweifelt man vor allem die Authentizität und Originalität der medial vermittelten und abgebildeten Gegebenheiten. Wie „real“ ist das uns von den Medien vermittelte Bild der Welt, etwa bei der Berichterstattung über einen Krieg? Die „Realität“, welche die Medien zeigen, beruht stets auf einer Auswahl und intentionalen Zusammenstellung tatsächlicher oder im schlimmsten Fall gar erfundener bzw. entstellter Ereignisse, die wir als Fakten wahrnehmen und akzeptieren sollen.
          Doch auch das so genannte „Authentische“ ist immer erst mittels einer spezifischen Inszenierung darstellbar. Hinter der Feststellung, dass das „Reale“ ein Vor- und Aufgeführtes, ein Ausgedrücktes sei, steht ein seit Ende des 19. Jahrhunderts stetig zunehmender Paradigmenwechsel der Repräsentation, der alle Gegebenheiten (auch psychische) mit Hilfe eines metaphorisch-theatralischen Modells zu verstehen sucht. Die Gegebenheiten erscheinen als etwas Bewegliches, Variables und Momentanes, das permanent den Interferierungen und Interaktionen zwischen verschiedenen Ebenen unterliegt: Akteur – Bühne – Zuschauer, Subjekt – Objekt, Aktion – Effekt, Wirklichkeit – Fiktion. „Inszenierung“ soll gerade auf dieser mobilen Bühne als Reaktion, Aktion und Praxis verstanden werden, als ein aktualisierendes Vorgehen gegen Fixierung und Abschluss. Daher steht sie in engem Zusammenhang mit dem Begriff der Performance. Überdies spielt bei dem beschriebenen Paradigmenwechsel mehr und mehr der Einfluss der Darstellungs- und Inszenierungsweisen außereuropäischer Kulturpraktiken eine relevante Rolle.
          Es ist eine Voraussetzung aller Formen der Inszenierung, dass sie wirkungs- und effektorientiert sind. Dabei wird nicht zuletzt zu fragen sein, ob es auch sozusagen 'spontane',
'authentische' Formen von Inszenierung geben kann. Durch ihre Intentionalität sowie durch gezielt kalkulierte oder auch unbeabsichtigte Wirkungen bewegen Inszenierungen den Zuschauer, das Publikum, die Öffentlichkeit oder das kulturelle Kollektiv emotional-affektiv und wirken so auf die Bewusstseinsbildung oder die Ausbildung kultureller Identität etwa im politischen Prozess ein. Weil die Welt „inszenierbar“ und nicht nur „lesbar“ oder „interpretierbar“ ist, kann man sie in Bewegung versetzen und daraus ein „Ereignis“ entstehen lassen. In diesem Sinne ist jede Inszenierung ein Generierungsakt.

          In unserem Seminar wollen wir die ästhetische, mediale und soziologisch-kulturelle Tragweite des Begriffs „Inszenierung“ anhand von vier Schwerpunkten beleuchten, die zugleich als Tagesthemen dienen. Dabei können unter den einzelnen Schwerpunkten z.B. die folgenden Stichworte behandelt werden:

1) Inszenierte Erinnerung – die Inszenierung des Fremden und des Eigenen
         – Umgang mit der Geschichte bzw. Vergangenheit, Bewältigungsarbeit
         – Inszenierung der Macht und Massen: Denkmäler, Feste, Rituale, Totenkulte, Heroisierung
         – wissenschaftliche und museale Darstellung des Fremden, Mode, Ausstellungen
         – Inszenierung der Geschlechterdifferenz
2) Mediale Realität – durch Medien vermittelte oder geschaffene Realität
         – Reality-Shows, „Medien-Theatralität“
         – Authentizität und Originalität des Dargestellten
         – Virtuelle Realität, Aura
         – das „Alltagstheater“ und seine Inszenierbarkeit
3) Motion/ Emotion: Beweggründe von Inszenierung im „Psycho-Drama“
         – Urszene, Erinnerung, Psychopathologie, Wiederholungszwang, Schmerz, Selbstinszenierung,
4) Körper auf der Bühne – Körper als Bühne
         – performative Künste (Tanz, Kinetik, Zirkus)
         – Inszenierung im Theater 
         – Choreographie
         – Gestik, Mimik, Maske, Trance

Prof. Dr. Gabriele Brandstetter
-seit WS 1993 Professorin an der Justus-Liebig-Universität Giessen, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, im Fach Drama – Theater – Medien.
-seit SS 1997 Ordinaria für Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Basel.
-seit SS 2003 Professorin für Theaterwissenschaft mit Schwerpunkt Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin
-2005 Gründung des Zentrum für Bewegungsforschung am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin
-Forschungsschwerpunkte:  Literatur der Romantik; Kunsttheorie und Theater der Moderne von 1900 und der Avantgarde; Geschichte und Ästhetik des Tanzes vom 18. Jh. bis zur Gegenwart; Untersuchungen zur Geschichte und zu Theorien der Geschlechterdifferenz; Zeitgenössisches Theater, Tanz, Performance.
-Auswahlbibliographie: Bild-Sprung. TanzTheaterBewegung im Wechsel der Medien, Berlin 2005.  Tanz-Lektüren. Körperbilder und Raumfiguren der Avantgarde, Frankfurt a.M. 1995. Methoden der Tanzwissenschaft. Modellanalysen zu Pina Bauschsa "Le Sacre du Printemps" (hrsg. mit Gabriele Klein) Bielefeld 2007. Tanz als Anthropologie (hrsg. mit Christoph Wulf) München 2007. Romantische Wissenspoetik. Die Künste und die Wissenschaften um 1800 (hrsg. mit Gerhardt Neumann) Würzburg 2004. de figura. Rhetorik – Bewegung – Gestalt (hrsg. mit Sibylle Peters) Paderborn 2002. Grenzgänge. Das Theater und die anderen Künste (hrsg. mit Helga Finter und Markus Wessendorf) Tübingen 1998.
-1996 Preis der Aby Warburg-Stiftung, Hamburg
-1998 Kulturförderpreis der Alexander Clavel Stiftung, Riehen/Basel
-2004 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

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