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2004年7月15日

第47回ドイツ文化ゼミナール開催のお知らせ
ANKÜNDIGUNG DES 47. TATESHINA-SYMPOSIONS

標記ゼミナールをドイツ学術交流会(DAAD)との共催で下記の通り開催いたします。発表・討議はドイツ語で行います。参加ご希望の方は,葉書の裏に「文化ゼミ参加希望」と朱書のうえ,氏名,現職,住所(漢字・ローマ字併記),電話番号,メールアドレス,性別をまとめて明記して,日本独文学会にお申し込みください。あるいは上記の項目を記載したメールを kulturseminar2@jgg.jp までお送りください。申し込み順に受付けますが,最終的な選考は理事会にお任せください。

In Zusammenarbeit mit dem DAAD wird das 47. Tateshina-Symposion zu unten genanntem Thema veranstaltet.

Für die Anmeldung per Post verwenden Sie bitte eine Postkarte, auf die Sie rot den Betreff “Bunka-Seminar” vermerken; nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihr Geschlecht, Ihre Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie Ihre berufliche Position und senden die Karte an:

Japanische Gesellschaft für Germanistik,
Minami-otsuka 3-34-6-501, 170-0005 Tokyo
(〒170-0005東京都豊島区南大塚3-34-6 南大塚エースビル501 日本独文学会)


Anmeldung per E-Mail ist ebenfalls möglich. Senden Sie dabei bitte die entsprechenden Informationen an: kulturseminar2@jgg.jp.

Überschreitet die Zahl der Interessenten unsere Aufnahmekapazität, fällt der Vorstand unter Berücksichtigung des Eingangstermins der Anmeldung die endgültige Entscheidung über die Teilnahme.

◇ 総合テーマ  Rahmenthema:
Amerika und das 20. Jahrhundert - Globalisierung als Herausforderung an Literatur- und Kulturwissenschaften. (Genauere Themenbeschreibung s. folg. S.)
◇ 個別テーマ Tagesthemen (Änderungen vorbehalten):
1) Transatlantische Verhandlungen: Idee und Wirklichkeit
2) Theoretische Verhandlungen: Amerika im (wissenschaftlichen) Diskurs un Amerika-Diskurse
3) Ästhetische Verhandlungen: Amerikanisierung und Medien-Kultur
4) Transatlantische/transpazifische Transformationen: Amerika in globalen Kontexten
◇ 招待講師 Gastdozent:
Prof. Dr. Moritz Baßler (International University Bremen)
◇ 期間 Tagungszeitraum:
13. März (So.)-19. März (Sa.) 2005
◇ 会場 Ort:
Artland Hotel Tateshina, Chino-shi, Nagano-ken
長野県茅野市 アートランドホテル蓼科
◇ 参加費 Teilnahmegebühr:
voraussichtlich 50,000 Yen.
◇ 定員 Teilnehmerzahl:
45 Personen
◇ 申込締切 Anmeldeschluss:
27. September 2004

研究発表希望: 30分程度の発表を希望される方は,題目と内容を簡単に説明する文書(A4,1枚)を添えて委員会にお申し出ください。発表者の決定は委員会に御一任願います。なお,専任職をもたない方と学生の方には旅費の補助があります。

日本独文学会・文化ゼミナール



Amerika und das 20. Jahrhundert -
Globalisierung als Herausforderung an Literatur- und Kulturwissenschaften


Amerikanisierung ist im Verlauf des 20. Jahrhunderts zu einem weltweiten Phänomen geworden, das nahezu alle Bereiche kulturellen Lebens betrifft, ja den Begriff “Kultur” selbst umformuliert hat, wie die Diskussionen um Hoch- und Popkultur zeigen. Auch in der deutschen Literatur (sowie in Kunst, Musik, Film etc.) ist die anglo-amerikanische Kultur längst zum dominanten Paradigma avanciert. Dadurch aber wird Amerikanisierung sowohl zum Gegenstand als auch zur methodischen Herausforderung einer zeitgenössischen Germanistik.

Einerseits hat die Amerikanisierung einen generellen kulturellen Paradigmenwechsel befördert, der vor allem am Aufkommen und der Durchsetzungskraft neuer Medien und Marktformen sichtbar wurde und der nicht nur einen Wandel innerhalb der Ästhetik, sondern der eine grundsätzliche bewußtseinsgeschichtliche Veränderung bewirkt hat. Die Amerikanisierung bedeutet andererseits eine Revision des abendländischen Kulturverständnisses. Von diesem ist die amerikanisierte Kultur selbst zwar nicht zu lösen, doch hat sie es in wesentlichen - ethischen wie ästhetischen - Aspekten erheblich modifiziert. Zudem werden amerikanische Bilder, Texte und Mythen längst zur Selbstbeschreibung auch nicht-amerikanischer Gesellschaften verwendet.

In ihrer weltweiten Wirksamkeit scheint die Amerikanisierung heute in vielfacher Hinsicht geradezu deckungsgleich zu sein mit Formen der Globalisierung, wie sie meist mit negativen Konnotationen beschrieben und diskutiert werden. Dabei wird häufig ebenso verkannt, daß die Ablösung von nationalkulturellen Fixierungen auch positive Optionen mit sich bringt (z.B. weltweite Kommunikation der Kulturen miteinander) wie übersehen wird, dass Globalisierung in ihrer heutigen Form gerade aufgrund der Amerikanisierung der Kulturen überhaupt erst möglich geworden ist.

Gegenstand des Symposions ist das Wechselverhältnis von deutschsprachiger Kultur mit dem dominanten anglo-amerikanischen Paradigma, das in einem historisch wie kulturell betont breiten Kontext betrachtet werden soll. Einerseits sollen die insbesondere seit den 1960er Jahren zu beobachtenden Adaptations-, Austausch- und Aneignungsprozesse in der deutschen Literatur, aber auch in der Kunst sowie in Popmusik, Film, Werbung beispielhaft analysiert werden. Zum anderen sollen diese zeitgenössischen Phänomene aber auch in das frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgt und - als durchaus distinkte Formen von Amerikanismus und Anti-Amerikanismus in der Zwischenkriegszeit, Exil- und Nachkriegsliteratur - sowohl in der transatlantischen als auch in der transpazifischen Perspektive behandelt werden.

Die Untersuchungen werden sich stets an konkreten Text- und Medienbeispielen orientieren und besonders auf die ästhetischen Verfahren zielen, die diese transatlantischen Verhandlungen hervorbringen. Dabei wird es auch um geeignete literatur- und kulturwissenschaftliche Theorie- und Beschreibungsmodellen einer solchen kulturellen Hybridisierung gehen. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei dem anglo-amerikanischen Paradigma im Wissen(schafts)diskurs, wie es sich in Cultural Studies manifestiert, gelten. Eine kontrastierende Thematisierung des Problems im Kontext der germanistischen Wissenschaftskultur/-geschichte in Deutschland und in Japan wird erweisen, inwiefern Amerikanisierung gerade im Kontext der Globalisierung für die deutsche und die japanische Germanistik eine gemeinsam bestehende Herausforderung bedeutet.

Im einzelnen soll dies in vier thematischen Blöcken untersucht werden. In allen Bereichen sollen neben theoretischen auch literarische Texte diskutiert werden.

Prof. Dr. Moritz Baßler ist Professor an der International University Bremen. Forschungsschwerpunkte sind Literatur der klassischen Moderne, Pop-Literatur, Literaturtheorie, New Historicism und Literatur der Goethe-Zeit.
Publikationen in Auswahl: Die (k)alte Sachlichkeit (2004); Der deutsche Pop-Roman (2002); New Historicism (2001).

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