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2002年5月15日


第45回ドイツ文化ゼミナール開催のお知らせ

ANKÜNDIGUNG DES 45. TATESHINA-SYMPOSIONS




標記ゼミナールをドイツ学術交流会(DAAD)との共催で下記の通り開催いたします。発表・討議はドイツ語で行います。参加ご希望の方は、葉書の裏に「文化ゼミ参加希望」と朱書のうえ、氏名、現職、住所(漢字・ローマ字併記)、電話番号、メールアドレス、性別をまとめて明記して、日本独文学会にお申し込みください。あるいは上記の項目を記載したメールをkulturseminar_at_jgg.jpまでお送りください。申し込み順に受付けますが、最終的な選考は理事会にお任せください。なお、参加決定の通知は7月末までに発送の予定です。

In Zusammenarbeit mit dem DAAD wird das 45. Tateshina-Symposion mit dem untengenannten Thema und der Gastdozentin veranstaltet.

Verwenden Sie bitte bei der Anmeldung eine Postkarte: Schreiben Sie in rot “Bunka-Seminar”, nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihr Geschlecht, Ihre Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, sowie Ihre berufliche Position. Die Karte ist zu adressieren an:

Japanische Gesellschaft für Germanistik, c/o Ikubundo

Hongo 5-30-21, Bunkyo-ku, 113-0033 Tokyo

(〒113-0033東京都文京区本郷5-30-21 郁文堂気付 日本独文学会)

Per E-Mail ist die Anmeldung möglich. Senden Sie bitte die obengenannten Informationen an die Adresse kulturseminar@jgg.jp . Überschreitet die Zahl der Interessenten unsere Aufnahmekapazitäten, fällt der Vorstand die endgültige Entscheidung über die Teilnahme. Dabei wird die Reihenfolge der Anmeldung berücksichtigt. Ihr Teilnahmebescheid wird Ihnen voraussichtlich bis Ende Juli zugehen.

総合テーマ (Rahmenthema):
Literatur-Geschichte-Genealogie. (Genauere Themenbeschreibung: siehe Rückseite dieses Blattes)

個別テーマ(Tagesthemen - Änderungen vorbehalten):
1) Tradition und Genealogie zwischen Schöpfung und Geschichtstheorie
2) Erbschaft, Generation und Narration
3) Unheimliche Verwandtschaften
4) Kunst-Menschen, Menschen-Kunst

招待講師 (Gastdozentin): Prof. Dr. Sigrid Weigel (TU Berlin)

期間 (Tagungszeitraum): 16. März (So.)-22. März (Sa.) 2003

会場 (Ort): Artland Hotel Tateshina, Chino-shi, Nagano-ken
長野県茅野市 アートランドホテル蓼科

参加費 (Teilnahmegebühr): voraussichtlich ca. 50 000 Yen.
Die vorauszubezahlende Anmeldegebühr ist nicht rückerstattbar.

定員 (Teilnehmerzahl): 45 Personen

申込締切 (Anmeldetermin): 30. Juni 2002

研究発表希望: 30分程度の発表を希望される方は、題目と内容を簡単に説明する文書(A4、1枚)を添えて委員会にお申し出ください。発表者の決定は委員会に御一任願います。なお、専任職をもたない方と学生の方には旅費の補助があります。



Literatur - Geschichte - Genealogie

Das 45.Tateshina-Symposion setzt die im letzten Jahr begonnene Auseinandersetzung mit aktuellen kulturwissenschaftlichen Impulsen fort, indem es den Schwerpunkt von der Literaturwissenschaft auf die Literatur selbst und ihre Geschichte verlagert. Der Analyse und Interpretation einzelner Texte soll diesmal besondere Aufmerksamkeit zukommen. Dies bedeutet allerdings nicht, daß etwa das bekannte "germanistische" Modell der "Literaturgeschichte" wieder aufgegriffen würde, um durch philologische Methoden die Texte biographisch und/oder ideengeschichtlich in bestimmte historische Kontexte einzubetten. Vielmehr soll im Anschluß an "New Historicism" und historische Diskursanalyse die Öffnung der Texte auf unübersichtliche Kontexte (und Subtexte) hin versucht werden, um dort sonst stumm und unbemerkt bleibende Transformationen von kulturellen Praktiken und Diskursformen nachzuzeichnen: "Verhandlungen" der Literatur zwischen Kultur und Natur, die sich am Modell der "Genealogie", nicht der "Geschichte" orientieren.

Die Beziehungen zwischen Literatur und Genealogie bilden nun selber komplexe Konstellationen, die sukzessive unsere (Kon-)Textarbeit leiten können: So ist das Erzählen aus dem Zählen der Generationen/ Geschlechter entstanden, so werden Texte aus dem Traditionszusammenhang des Autors generiert, in dem seine Erfahrungen in Sprache und Schrift transformiert werden. So bildet die Literatur wieder einen Fundus des kulturellen (rechtlichen und ökonomischen) Erbes, ist eines der bedeutsamsten Medien der Genealogie (gr. genus/ Gattung + logos/ Sprache): Erzählung der Gattung als Familiengeschichte(n). Dabei bildet die Familie als Ort, an dem (die stets wiederholte) Zeugung und der Fortbestand der Gattung, d.h. Ursprung und Kontinuum, reguliert werden, den herausragendsten literarischen Schauplatz der Verhandlungen zwischen einer "natürlichen" Ordnung menschlicher Gemeinschaft und deren Status als Rechts- bzw. Vertragverhältnis. Nicht zuletzt werden hier auch die Konflikte um das Erbe und die Verhandlungen über den Umgang mit der Tradition ausgetragen. Zugleich ist die Literatur selbst in Gattungen unterteilt, deren Beziehungen zueinander als Verwandtschaftssysteme beschrieben werden können. Und schließlich wird die Produktion von Poesie oft mit der (biologischen) Zeugung oder der (göttlichen) Schöpfung verglichen, wenn sie sich nicht in einem Konkurrenzverhältnis dazu situiert.



Frau Prof. Dr. Sigrid Weigel ist Professorin am Institut für Deutsche Philologie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der TU Berlin. Zudem ist sie Direktorin des Zentrums für Literaturforschung Berlin und Vorsitzende der Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlins. Forschungsschwerpunkte sind zur Zeit: "Figuren des Sakralen in der Dialektik der Säkularisierung"; "Das Konzept der Generation. Zur narrativen, zeitlichen und biologischen Konstruktion von Genealogie".

Publikationen (in Auswahl):
Die Stimme der Medusa. Schreibweisen in der Gegenwartsliteratur von Frauen (1987); Topographien der Geschlechter. Kulturgeschichtliche Studien zur Literatur (1990); Bilder des kulturellen Gedächtnisses. Beiträge zur Gegenwartsliteratur (1994); Entstellte Ähnlichkeit. Walter Benjamins theoretische Schreibweise (1997); Ingeborg Bachmann. Hinterlassenschaften unter Wahrung des Briefgeheimnisses (1999).

日本独文学会・文化ゼミナール実行委員会

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