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第44回文化ゼミナール報告

Bericht über das 44. Tateshina-Symposion




Kulturwissenschaft als Provokation der Literaturwissenschaft

Bericht über das 44. Tateshina-Symposion vom 17. bis 23. März 2002

Zahl der Teilnehmer/innen am Symposion: 55



Gastdozent: Prof. Dr. Hartmut Böhme (Humboldt-Universität zu Berlin)

Gast aus Korea: Prof. Dr. Kim Yongmin (Universität Yonsei)

Teilnehmer/innen und Mitglieder des Organisationskomitees (*): Ryoko AOKI, Yusuke ARAMATA*, Yoshio BIRUMACHI, Hartmut BÖHME, Gabriele CHRIST-KAGOSHIMA, Mechthild DUPPEL-TAKAYAMA*, Keiji FUJII, Josef FÜRNKÄS*, William GATER, Markus HALLENSLEBEN*, Chifumi HARA, Shuji HARASHIMA, Seiji HATTORI, Elke HAYASHI, Mutsumi HAYASHI, Shizue HAYASHI, Nobuo IKEDA, Alexander IMIG, Aeka ISHIHARA, Kotarou ISOZAKI, Masato IZUMI, Tatsuyuki KAMIO*, Yoshiki KODA*, Maho KOMATSU, Takeshi KOYA, Satoshi KUWAHARA, Ulrich LINS, Michael MANDELARTZ, Yuko MITSUISHI, Kuniyasu MIURA, Kimiko MURAKAMI, Yuji NAWATA*, Hisako OHNO, Tomotaka OKAYAMA, Walter RUPRECHTER, Yuko SEKINE, Masaaki SHICHIJI, Toru SHIMADA, Yuki SHIMADA, Megumi SHIMIZU, Tomoko SOMIYA, Heinz STEINBERG, Rie SUGA, Yoshito TAKAHASHI, Hisataka TAKAIKE, Yuko TAKEKOSHI*, Yasuo TSUDA, Bertlinde VOEGEL, Yumiko WASHINOSU*, Hiroyuki YAMAGUCHI, Junko YAMAMOTO, Daisuke YANAGIBASHI, Haruki YASUKAWA, Kim YONGMIN, Haruyo YOSHIDA



Eröffnungsvortrag

Hartmut Böhme: Kulturwissenschaft als Modell? - Perspektiven grenzüberschreitender Wissenschaftsentwicklung.



Erster Arbeitstag: Was heißt Kulturwissenschaft? - Konzepte und Modelle

A) Vorträge

1. Hiroyuki Yamaguchi: Was ist Kulturwissenschaft(en)?

2. Masato Izumi: Zur bildlichen Repräsentation des Einhorns in Japan.

B) Gruppenarbeit

1. Wolfgang Frühwald / Hans Robert Jauß / Reinhart Koselleck / Jürgen Mittelstraß / Burkhart Steinwachs: Geisteswissenschaften heute.

2. Doris Bachmann-Medick: Kultur als Text. Die anthropologische Wende in der Literaturwissenschaft.

3. Gerhard Neumann: Begriff und Funktion des Rituals im Feld der Literaturwissenschaft.

4. Horst Wenzel: Kulturwissenschaft als Medienwissenschaft: Vom Anfang und vom Ende der Gutenberg-Galaxis.

C) Vortrag

Kim Yongmin: Technik und Natur in Christa Wolfs "Storfall".



Zweiter Arbeitstag: Kulturwissenschaft: Geschichte und Aktualität; Stil und Differenz

A) Vorträge

1. Haruyo Yoshida: Wiederkehr der Kulturkreise? Über die Aktualität der „rechten“ und „linken“ Kulturkritik.

2. Shuji Harashima: Unfallsdiskurse: oder soziale Internalisierung von Gefahr im technischen Zeitalter.

B) Gruppenarbeit

1. Georg Simmel: Der Begriff und die Tragödie der Kultur.

2. Ernst Cassirer: Die "Tragödie der Kutur".

3. Hans-Georg Söffner: Stile des Lebens. Ästhetische Gegenentwürfe zur Alltagspragmatik.

4. Dirk Baecker: Wozu Kultur?

C) Vortrag

Hartmut Böhme: Geschichte und Aktualität; Stil und Differenz: Kulturanalyse am Beispiel von Körper-Geschichte.



Dritter Arbeitstag: Natur - Kunst - Kultur: Ästhetik im Widerstreit

A) Vorträge

1. Yoshito Takahashi: Goethes „Geschichte der Farbenlehre“ als Kulturwissenschaft.

2. Satoshi Kuwahara: Der englische Landschaftsgarten und der Exotismus bei Eichendorff.

B) Gruppenarbeit

1. Hartmut Böhme: Gibt es objektive Gefühle? Zum Problem einer Naturästhetik aus der Sicht der Goethezeit.

2. Ruth Groh & Dieter Groh: Kulturelle Muster und ästhetische Naturerfahrung.

3. Heinz Paetzold: Das neue Interesse an einer Ästhetik der Natur.

4. Josef Früchtl: Die Möglichkeiten einer ästhetischen Ethik der Natur.

C) Vortrag

Kuniyasu Miura: Über „Fudo - Wind und Erde“ (Klima) von Watsuji Tetsuro. - Eine Theorie der Natur-, Kulturhermeneutik -



Vierter Arbeitstag: Technik in der Deutung von Literatur und Kultur

A) Gruppenarbeit

1. Ernst Jünger: Der Arbeiter.

2. Martin Heidegger: Die Technik und die Kehre.

3. Hans Freyer: Über das Dominantwerden technischer Kategorien in der Lebenswelt der industriellen Gesellschaft.

4. Arnold Gehlen: Die Seele im technischen Zeitalter.

B) Vorträge: Schlußdiskussion

1. Yuji Nawata: Über die Einführung des westlichen Kultur-Begriffs in Japan.

2. Tatsuyuki Kamio: Einige Thesen zur Beziehung von Literatur- und Kulturwissenschaft.

3. Hartmut Böhme: Die Unhintergehbarkeit der Technik in der Geschichte der Kultur und der Künste.



Das Tateshina-Symposion kann sich als japanisches Forum zur deutschen Literatur und Literaturwissenschaft auf eine beachtliche Tradition berufen. Der Rückblick auf die letzten Jahre aber lässt die Tendenz erkennen, den Kreis der Themen immer weiter zu ziehen und germanistische Beschränkungen auf literarische Epochen, Gattungen, Autoren aufzuheben. Gerade mit dieser Tendenz hat sich das 44. Tateshina-Symposion konfrontiert. Diese Tendenz hat inzwischen einen Namen gefunden: Kulturwissenschaft. Im Unterschied zu den angloamerikanischen Cultural Studies ist sie mit dem deutschen Kulturbegriff eng verbunden und kann begriffsgeschichtlich ihre Verquickung etwa mit der Völkerkunde nicht negieren. Zur Diskussion standen deswegen zuerst der deutsche Kulturbegriff und die Quellen der deutschen Kulturwissenschaft. Kulturhermeneutik und Kultursemiotik, die "Kultur als Text lesen" lehren, boten für die meisten japanischen Teilnehmer, die mit der Kulturwissenschaft nicht vertraut waren, vielfältige Anschlüsse an Philologie und Literaturwissenschaft. Am Ende des Symposions diskutierten wir, ob und wie Kulturwissenschaft unser fremdsprachenphilologisches Fach ablösen und eventuell verändern kann, ob und wie sich beide produktiv ergänzen können.

Wir haben in Japan viele Gelegenheiten, uns über die Cultural Studies zu informieren. Aber der Übergang zwischen diesem neuen Verfahren und der Germanistik war fast undenkbar. Die japanische Germanistik sieht sich in letzter Zeit mit einem Legitimationsproblem konfrontiert, das sich vom Druck der akademischen Restrukturierung und -organisierung der Fachdisziplinen ergibt. Die deutsche Kulturwissenschaft, in die Herr Prof. Böhme uns eingeführt hat, kann uns helfen, diese heikle Situation zu überleben. Dafür bedanken wir uns bei ihm zuerst. Selbstverständlich danken wir ihm auch dafür, dass er alle Diskussionen immer mit sachkundigen Kommentaren und großer Aufmerksamkeit begleitet hat.

Herrn Prof. Kim Yongmin, unserem Gast aus Korea, möchten wir ebenfalls aufrichtigen Dank aussprechen. Sein Vortrag, der Technik und Natur in Christa Wolfs „Störfall“ behandelt hat, machte uns klar, wie man die deutsche Gegenwartsliteratur unter ökologischem Aspekt lesen kann. Unvergesslich ist uns seine Bemerkung, dass dieses Werk, das in Deutschland an Aktualität verloren zu haben scheint, in Korea von geopolitischen Faktoren her immer noch aktuell ist.

Unser besonderer Dank gilt dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für die intensive Zusammenarbeit bei der Organisation und für seine großzügige Unterstützung.

Ferner sind wir dem Goethe-Institut Tokyo für seine finanziellen Zuwendungen zu herzlichem Dank verpflichtet.

(Tatsuyuki KAMIO)

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