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2001年5月11日

第44回ドイツ文化ゼミナール開催のお知らせ

ANKÜNDIGUNG DES 44. TATESHINA-SYMPOSIONS


標記ゼミナールをドイツ学術交流会(DAAD)との共催で下記の通り開催いたします。発表・討議はドイツ語で行います。参加ご希望の方は、葉書の裏に「文化ゼミ参加希望」と朱書のうえ、氏名、現職、住所(漢字・ローマ字併記)、電話番号、メールアドレス、性別をまとめて明記して、日本独文学会にお申し込みください。申し込み順に受付けますが、最終的な選考は理事会にお任せください。なお、参加決定の通知は7月末までに発送の予定です。

In Zusammenarbeit mit dem DAAD wird das 44. Tateshina-Symposion mit dem untengenannten Thema und dem Gastdozenten veranstaltet.

Verwenden Sie bitte bei der Anmeldung eine Postkarte: Schreiben Sie in rot “Bunka-Seminar”, nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihr Geschlecht, Ihre Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, sowie Ihre berufliche Position. Die Karte ist zu adressieren an:

Japanische Gesellschaft für Germanistik, c/o Ikubundo

Hongo 5-30-21, Bunkyo-ku, 113-0033 Tokyo

(〒113-0033東京都文京区本郷5-30-21 郁文堂気付 日本独文学会)

Überschreitet die Zahl der Interessenten unsere Aufnahmekapazitäten, fällt der Vorstand die endgültige Entscheidung über die Teilnahme. Dabei wird die Reihenfolge der Anmeldung berücksichtigt. Ihr Teilnahmebescheid wird Ihnen voraussichtlich bis Ende Juli zugehen.






総合テーマ (Rahmenthema):

Kulturwissenschaft als Provokation der Literaturwissenschaft

個別テーマ(Tagesthemen - Änderungen vorbehalten):

1) Was heißt Kulturwissenschaft(en)?
2) Geschichte der Kulturwissenschaft
3) Fallstudien zu einer kulturwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft
4) Literatur- und/oder Kulturwissenschaft?

招待講師 (Gastdozent): Prof. Dr. Hartmut Böhme (Humboldt-Universität, Berlin)

期間 (Tagungszeitraum): 17. März (So.)-23. März (Sa.) 2002

会場 (Ort): Artland Hotel Tateshina, Chino-shi, Nagano-ken
長野県茅野市 アートランドホテル蓼科

参加費 (Teilnahmegebühr): voraussichtlich ca. 50 000 Yen

定員 (Teilnehmerzahl): 45 Personen

申込締切 (Anmeldetermin): 30. Juni 2001



研究発表希望:  30分程度の発表を希望される方は、題目と内容を簡単に説明する文書( A4、1枚 )を添えて委員会にお申し出ください。発表者の決定は委員会に御一任願います。なお、専任職をもたない方と学生の方には旅費の補助があります。

日本独文学会・文化ゼミナール実行委員会




Kulturwissenschaft als Provokation der Literaturwissenschaft

Das Tateshina-Symposion kann sich als japanisches Forum zur deutschen Literatur und Literaturwissenschaft auf eine beachtliche Tradition berufen. Der Rückblick auf die letzten Jahre aber läßt die Tendenz erkennen, den Kreis der Themen immer weiter zu ziehen und germanistische Beschränkungen auf literarische Epochen, Gattungen, Autoren aufzuheben. Zeigt diese Tendenz einen Strukturwandel an, der auf ein sich änderndes Selbstverständnis der japanischen Germanistik schließen läßt? Einen Paradigmenwechsel, der sich in den philologischen Disziplinen insgesamt und überall durchsetzt? In der Tat ist Neuorientierung in den Geisteswissenschaften inzwischen zur Dauerforderung geworden: zuerst im Vertrauen auf Semiotik und Kommunikationstheorie, zuletzt im Namen von Medientheorie und Kulturwissenschaft. "Cultural Studies" erscheinen als aktuellste Provokation: so unscharf "wissenschaftlich" ihre Definition sein mag, so mächtig wirkt doch ihre Anziehungskraft gerade auf Literaturwissenschaftler. Ihr Pluralismus der Gegenstände und Methoden verspricht eine umfassende Vermittlung von Text und Wissenschaft, Erfahrung und Geschichte. Kulturwissenschaft muß dabei nicht zur neuen Über-Wissenschaft werden, sie kann auch "nur" als dynamischer Impulsgeber für die Nachbardisziplinen fungieren. Bedeuten solche Impulse eher Rettung oder Krisenverschärfung für die Germanistik? Können sie unser Fach neu aktivieren oder werden sie es zusätzlich lähmen? Diese Fragen sollen auf dem 44.Tateshina-Symposion verhandelt werden.

Am Anfang steht der Versuch, uns über den diffusen Begriff der "Kulturwissenschaft(en)" zu verständigen. Kulturwissenschaft hat weltweit Konjunktur, besitzt neuerdings Leitfunktion für die Geistes- und Humanwissenschaften. Auch "Kultur" als Gegenstand und Begriff erscheint vieldeutig, verdient deshalb in dieser ersten Annäherung thematisiert zu werden.

Welche Quellen besitzt nun die Kulturwissenschaft? Der Siegeszug der "Cultural  Studies" ging von England (Birmingham) aus, entfaltete durch die allgemeine Demokratisierung des Kulturverständnisses nach amerikanischem Muster seine besondere Dynamik. Deutschland jedoch kennt eine eigene Geschichte der (philologischen) Kulturwissenschaft, die schon seit Herder den (problematischen) deutschen Sonderweg begleitet: Kanonische Werke (Goethe!) sollten dabei die pädagogische Norm der nationalen "Leitkultur" liefern.

Weil Kulturwissenschaft sich kaum auf eine einheitliche Theorie  zurückführen läßt, eröffnet sie auch pluralistisch verschiedene Zugänge zu einer kulturwissenschaftlich betrachteten Literatur. Kulturhermeneutik und Kultursemiotik, die "Kultur als Text lesen" lehren, bieten z.B. vielfältige Anschlüsse an Philologie und Literaturwissenschaft. Die meisten japanischen Germanisten (Philologen!) sind mit neuerer Kulturwissenschaft wenig vertraut: Überzeugende Beispiele und Exempel der "neuen" Verfahrensweisen können helfen.

Am Ende des Symposions bleibt zu fragen, ob und wie Kulturwissenschaft  (und falls: welche?) unser fremdsprachenphilologisches Fach ablösen kann, ob und wie sie es verändern kann, ob und wie sich beide vielleicht produktiv ergänzen können usw.


Prof. Dr. Hartmut Böhme ist Professor für Kulturtheorie und Mentalitätsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Forschungsschwerpunkte: Kulturtheorie und Kulturgeschichte, Literaturgeschichte seit dem 18. Jahrhundert, Historische Anthropologie, Geschichte der Natur seit dem 18.Jahrhundert.

Publikationen (in Auswahl):
Orientierung Kulturwissenschaft. (Hrsg.) 2000
Literatur und Kulturwissenschaft.(Hrsg.) 1996
Feuer Wasser Erde Luft. Kulturgeschichte der Naturwahrnehmung in den Elementen. (Mit Gernot Böhme). 1996
Natur und Subjekt. 1988



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